Zentral und stylisch: das Ibis Berlin Hauptbahnhof

Ein Konzert der norwegischen Rockband „Katzenjammer“ führte mich mal wieder nach Berlin. Und da wollte ich die Gelegenheit nutzen und gleich mal das im Sommer 2015 neu eröffnete Ibis Berlin Hauptbahnhof testen. Das Hotel kann man von den Bahnsteigen aus bereits sehen, wenn man sich außerhalb der Bahnsteighalle befindet. Es ist also wirklich gleich nebenan.

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Das Ibis Berlin Hauptbahnhof setzt das neue Designkonzept der Ibis Hotels konsequent um. Das betrifft nicht nur die bereits in vielen Ibis Hotels zu findende neue Lounge, Rezeption und Bar, sondern nun auch die Zimmer mit dem neuen Design, die natürlich auch das megabequeme Sweet bed by ibis beinhalten.

Ibis Berlin HauptbahnhofNicht separat buchbar, aber dennoch vorhanden, sind einige etwas größere Zimmer, die sich im 6. Obergeschoss befinden. Diese Zimmer werden wohl in erster Linie für Statuskunden von Le Club Accorhotels, dem Kundenprogramm von Accor, bereitgehalten. Aufgrund meines Gold-Status bekam ich auch ein solches Zimmer, mit Blick auf den Innenhof. Das führte dazu, daß es dort angenehm ruhig war. Man hörte nichts vom Straßenlärm.

Ibis Berlin HauptbahnhofIn den etwas größeren Zimmern befindet sich auch ein sehr bequemes Sofa. Ansonsten finden sich in den Zimmern ein großes Bett, ein Schreibtisch, Fernseher, eine Garderobe und natürlich ein Bad mit Dusche.

WLAN ist im gesamten Hotel kostenlos verfügbar und auch recht schnell. Ebenfalls verfügbar ist ein Telekom Hotspot.

Die Zimmer sind entweder komplett in so einem goldfarbenen Ton gehalten, teilweise aber auch mit rotem Grundton. Aber stylisch sehen beide Varianten aus. Ich hatte ein Zimmer in diesem Goldton.

Ibis Berlin HauptbahnhofEin für mich wichtiger Punkt wurde hier sehr positiv umgesetzt: die Verfügbarkeit von Steckdosen. Insgesamt gibt es sechs normale Steckdosen (davon nur eine in Fußbodenhöhe – eher für das Reinigungspersonal gedacht) und zwei USB-Steckdosen. Die Steckdosen befinden sich am Schreibtisch links und rechts (drei normale und die USB-Steckdosen) sowie links und rechts vom Bett jeweils einmal. Also wirklich mitgedacht, das bekommen leider nicht alle Hotels hin, auch nicht bei Neubauten.

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Auch die Hotelflure sind stylisch gestaltet mit Motiven, die Rohre darstellen oder (im Bereich der Aufzüge) großen Schwingscheiben. Sieht wirklich toll aus und die farbenfrohe Gestaltung lässt auch den Hotelflur eine positive Ausstrahlung vermitteln.

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Ibis Berlin HauptbahnhofIm Erdgeschoss befinden sich die kleine Lounge, die Rezeption, die Hotelbar und der Frühstücksraum. Abends saß ich jeweils gemütlich in der Lounge, trank meinen Riesling und surfte bequem im Netz, während draußen der Regen nieder fiel. Der Riesling war wirklich trinkbar, da hab ich schon bedeutend schlechtere Weine getrunken. Was auch auffiel: das sehr freundliche Person, das zwar gut zu tun hatte, aber dennoch immer sich auch die Zeit für ein paar persönliche Worte nahm.

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Der Frühstücksraum ist im hinteren Bereich des Erdgeschoss und dort war es zu jeder Zeit wo ich dort war immer recht ruhig. Das Frühstück selbst konnte mich absolut überzeugen. Für 11 € pro Person bekommt man hier recht viel: Wurst, Schinken, Käse, Honig, Marmeladen, Obstsalat, Joghurt, Kaffeespezialitäten, Fruchtsäfte, Brot, Brötchen und mein persönliches Highlight: Apfelsaft, den man sich selbst frisch mit einer Maschine pressen kann. Äpfel waren mehr als genug vorhanden und frischer gehts wirklich nicht. Auch hier war das Personal nicht nur freundlich, sondern auch sehr aufmerksam wenn es um das Abräumen von benutztem Geschirr ging.

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Ibis Berlin Hauptbahnhof

Alles in allem wirklich eines der besten Ibis Hotels, die ich bisher kennen lernte und es wird nicht mein letzter Aufenthalt dort gewesen sein.

Hotelrestaurant Ibis kitchen in Szczecin

Bei meinem Aufenthalt in Szczecin kam ich am Ibis Hotel vorbei und warf einen Blick auf die draußen aushängende Speisekarte des Hotelrestaurants Ibis kitchen. Da sich dort einige preisliche attraktive Burger fanden, nutzte ich die Gelegenheit und aß dort zu Abend.

Das Restaurant befindet sich im Erdgeschoss und kann natürlich auch von Nicht-Hotelgästen genutzt werden, was aber allgemein in Hotelrestaurants eher selten der Fall ist. Dennoch sollte man, wenn man Burger mag, das hier durchaus mal machen. Ich weiß nicht ob man in Szezczin noch andernorts gute Burger essen kann, ich weiß aber, daß das im Ibis kitchen wirklich gut geht.

Ibis kitchen Szczecin

Das Ibis kitchen hat mich so ein wenig an einen amerikanischen Saloon erinnert, zumindest im Tresenbereich. Zwar spricht man im Ibis kitchen kein deutsch, aber mit englisch kommt man auch weiter und auch die Speisekarte ist in englisch verfügbar.

Ich bestellte einen Chili Burger mit Bacon und Japalenos, dazu eine Portion Pommes. Was dann kam, kann man auf den Fotos wohl gut sehen und hat mich positiv überrascht. Zum einen darf man im Hotelrestaurant eines 2-Sterne Hotels nicht unbedingt so eine gute Anrichtung des Essens erwarten, zum anderen war die Portion wirklich gut portioniert.

Ibis kitchen Szczecin

Das Fleisch war, obwohl ich nicht gefragt wurde, medium gebraten. Das Brötchen war außen knusprig. Die Pommes waren ebenfalls kross und nicht so labrig. Auch der Wein hat geschmeckt, auch wenn er keine Besonderheit darstellte. Dazu gabs dann noch einen Espresso und auf der Kreditkartenabrechnung tauchte dann ein Betrag von 10,95 € auf! Wir reden hier immerhin von Hotelrestaurantpreisen. In Deutschland hätte wohl der Burger samt Pommes alleine schon so viel gekostet.

Ibis kitchen SzczecinEbenfalls positiv anzumerken: das sehr freundliche und aufmerksame Personal.

Alles in allem war es wirklich ein sehr angenehmes Abendessen mit einem leckeren Burger. Fazit: das Ibis kitchen kann man auch ohne Hotelbuchung durchaus für ein Abendessen in Szczecin mit in Betracht ziehen.

Zentrales 4* Hotel in München: Mercure München City Center

Nur wenige Meter vom Münchener Hauptbahnhof entfernt liegt das 4* Hotel Mercure München City Center. Ich hatte mein Punktekonto bei LeClub Accorhotels geplündert und an einem ganztägigen Weinseminar dort im Hotel teilgenommen. Darin enthalten war eine Übernachtung inklusive Frühstück dort im Hotel.

Der CheckIn erfolgte erst abends, was in dem Fall kontraproduktiv war.

Man hatte mir ein Einzelzimmer reserviert. Bereits beim CheckIn fragte ich nach einem Upgrade aufgrund meines Gold-Status. Da das Hotel angeblich ausgebucht war, wurde dies abgelehnt. Immerhin bekam ich einen Late CheckOut am nächsten Tag.

Mercure München city Center

Das Zimmer (Nummer 435), tja war eigentlich mehr eine Butze. Das waren weniger als 10 qm. Das Bett war ein Einzelbett. Ehrlich gesagt war mir nicht bewusst, daß es anno 2015 so etwas noch in einem Hotel dieser Kategorie gibt. Um die Tür des Zimmers zum kleinen Flur zu schließen, musste ich erst das Bett etwas zur Seite rücken, sonst wäre die nicht zugegangen.

Mercure München city CenterDer Blick auf den Innenhof war so deprimierend wie das Zimmer selbst. Da konnte auch die kostenfreie Minibar (2 Flaschen Wasser, 1 Flasche Cola, 1 Flasche Bier) nichts mehr dran ändern. Die Minibar ist wohl in allen Zimmern standardmäßig inklusive.

Eine Dockingstation für iPod/iPhone war vorhanden und stand auf dem kleinen Schreibtisch neben dem Bett.

Mercure München city CenterDer hatte man aber noch nicht gesagt, daß wir keine Sommerzeit mehr haben und so ging die darin installierte Uhr einfach eine Stunde vor. Liebe Hoteliers, zweimal im Jahr solltet ihr ALLE Uhren in euren Hotels prüfen: am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober. Da haben dann jeweils in der Nacht davor die Zeitumstellungen stattgefunden.

Mercure München city CenterDas kleine Bad hatte eine Dusche. Die war okay. Allerdings waren auch hier im Badezimmer die sonst üblichen Utensilien wie Bodylotion nicht vorhanden. Stört mich normalerweise nicht, aber in einem 4* Hotel erwarte ich sowas eigentlich, zumal ich das aus anderen Hotels der gleichen Marke einfach anders gewöhnt bin.

Die farbliche Gestaltung der Zimmer, zum Beispiel mit ner goldfarbenen Wand, hat mich dann auch zu der Frage gebracht ob das der 70er Jahre-Stil irgendwelcher Etablissements aus der Rotlichtszene ist. Kennt sich da jemand von meinen Lesern aus?

In der Kombination war das Zimmer das wohl schlechteste Zimmer eines Hotels der Accor-Gruppe, das mir in den letzten Jahren untergekommen ist. Sowas habe ich bei Accor echt schon lange nicht mehr erlebt.

Gabs denn gar nichts Gutes im Mercure München City Center?

Doch, gab es. Das Essen (abends, wie auch beim Frühstück) war wirklich sehr gut. Das Hotel hat auch eine Auswahl an Gin- und Tonic-Sorten. Wer so etwas mag, sollte da vielleicht mal hingehen um etwas zu trinken. Übernachten dann aber lieber woanders, da hat München im 4* Bereich und auch drunter eindeutig besseres zu bieten. Auch die Weinkarte ist wirklich gut, zumindest bei den Weißweinen kann ich das entspannt behaupten. Rotwein gabs an dem Abend auch zu trinken und hab ich auch getrunken, aber da ich seltenst Rotwein trinke, habe ich hier wenig bis keine Vergleichsmöglichkeiten. Aber der Mercure Cuvée M5 ist jetzt nicht so von schlechten Eltern. 😉

Mercure München city Center

Der Restaurantbereich wurde kürzlich erst renoviert und präsentiert sich in einem lokal angepassten Ambiente. Nichts, was mit der Ausstattung überall hinpassen würde, aber hier in München ist das okay und hat sich auch gemütlich angefühlt. Da hat man gerne gesessen und entspannt. Wenn jemand aber auf die Idee käme diese Ausstattung 1:1 zum Beispiel ins Mercure Warszawa Grand zu versetzen, müsste ich mich wirklich dringend beschweren.

Mercure München city Center

Interessant auch die kleine Mercure-Lounge im Erdgeschoss neben den Tagungsräumen, wo man sich tagsüber mit Getränken und kleinen Snacks versorgen konnte. War auch alles sehr lecker und möchte ich ausdrücklich lobend hervorheben. Der Tagungsraum war groß, vernünftig beleuchtet und so war das Weinseminar wirklich vernünftig durchzuführen.

Fazit: Essen und Getränke top, Zimmer absoluter Flop. Zum Übernachten gehe ich dann doch lieber in ein Ibis oder das neue Novotel Arnulfpark. Hätte ich das Zimmer schon morgens oder mittags beziehen bzw. anschauen können, hätte ich vermutlich drum gebeten mir ein Zimmer in einem Ibis zu buchen, aber abends war keine Zeit dafür und im Hotel war wohl angeblich auch kein anderes Zimmer frei was man mir hätte geben können.

Der neue IC2 der Deutschen Bahn

Die Deutsche Bahn startet ab Fahrplanwechsel im Dezember 2015 den Einsatz von Doppelstockwagen im IC-Verkehr. Aktuell laufen Betriebserprobungsfahrten und bei einigen dieser Fahrten durften Eisenbahner mitfahren. Und da diese auch Gäste mitbringen durften, gelang es mir dank eines Twitterkontaktes an einer Fahrt im neuen Doppelstock-IC, von der Bahn Intercity2 genannt, teilnehmen zu können.

Die von Bombardier gebauten Doppelstockwagen basieren auf dem Modell, daß auch in einigen Gegenden im Nahverkehr läuft, zu erkennen an der in den Nahverkehrswagen bläulichen Beleuchtung. Die Inneneinrichtung des Intercity2 ist allerdings komplett neu gestaltet, auch was Treppenaufgänge, Ablageflächen für Gepäck usw. angeht. Auch die Steuerwagenfront ist neu designt.

Die Zugeinheiten sind als 5-Wagenzüge konzipiert. Wagen 1 – 4 sind 2. Klasse-Wagen, Wagen 5 ist der 1. Klasse-Wagen, wobei Wagen 1 der Steuerwagen ist, der auch das Kleinkindabteil (im Obergeschoss) und die Behindertentoilette (im Untergeschoss) beherbergt. Außerdem sind dort sechs Fahrradabstellplätze zu finden, in den Wagen 2-4 jeweils ein Fahrradabstellplatz.

Ein Speisewagen oder Bordbistro ist nicht vorhanden, es ist aber wohl geplant, daß jemand mit einem Snackcaddy durch den Zug kommt. Na das wäre immerhin mehr als es jetzt auf den geplanten Linien im Angebot gibt.

2. Klasse-Wagen

Die Sitze im 2. Klasse-Wagen dürfte man in der Form aus den ICmod-Garnituren kennen. Die Sitzfläche lässt sich leicht nach vorne stellen, die Rückenlehne rutscht dann ein kleines Stück nach unten, eine Verstellung der Rückenlehne nach hinten ist aber nicht möglich. Dennoch muß ich sagen, sitzt man sehr bequem. Ich hätte kein Problem damit von Magdeburg bis Köln zu fahren.

Im Untergeschoss des Steuerwagens befinden sich nur wenige Sitzplätze, da dort die Fahrradabstellplätze und die Behindertentoilette viel Platz benötigen. Dafür kann man sich da unten gut breit machen, wenn man viel Gepäck hat.

Gepäck ist der Knackpunkt. Unten wie oben finden sich Gepäckracks, wo man seine Koffer abstellen kann. Auch Kleiderhaken sind dort zu finden. Auch wenn die Ablageflächen für die Koffer auf den ersten Blick großzügig kalkuliert erscheinen, wenn der Zug richtig voll ist, dürfte es da sehr eng zugehen.

Wer mit viel Gepäck reist, der sollte sich übrigens lieber unten hinsetzen. Da wirkten die Kofferablageflächen etwas größer und man spart sich die Treppen, die übrigens breiter als im Nahverkehrs-Doppelstockwagen sind. Die Ablageflächen in der Mitte des Wagens übernehmen zudem noch eine Trennfunktion und lassen das Wageninnere nicht als ganz großen Großraumwagen erscheinen und sorgen auch dafür, daß sich die Lautstärke von Gesprächen nicht zu sehr durch den ganzen Wagen verbreitet.

An den Zweierplätzen gibt es Fußstützen. Ich hätte es schöner empfunden, wenn man selbige noch etwas weiter nach hinten hätte klappen können, aber für die meisten dürfte der Einrastpunkt okay sein. Kleine Tischchen sind auch angebracht. Da kann man auch eine kleine Metall-Leiste vorziehen, wenn man da sein Laptop drauf abstellen möchte.

Steckdosen sind jeweils an den Wänden angebracht: eine Steckdose am Zweier-Sitz und zwei Steckdosen am Vierer-Sitz mit Tisch. Die Gepäckablagen über den Fenstern sind sehr sehr schmal. Rucksäcke oder ganz dicke Taschen bekommt man da nicht unter. Selbst meine kleine Fototasche passte da gerade mal so noch rein. Im Obergeschoss gibt es an den Fenstern Jalousien. Wären übrigens im Untergeschoss auch nicht falsch gewesen. 😉

1. Klasse-Wagen

Der 1. Klasse-Wagen unterscheidet sich u. a. darin, daß er keinen Fahrradstellplatz besitzt. Auch hier könnte theoretisch das Problem mit dem Gepäck auftreten. Zumindest auf dem von mir genutzten Abschnitt ist das aber wohl eher selten der Fall, denn gerade in Ostdeutschland wird die 1. Klasse im Intercity eher unterdurchschnittlich genutzt. Während das Untergeschoss im 1. Klasse-Wagen eher als Großraum anzusehen ist, ist der obere Bereich geteilt in Ruhebereich und Handybereich. Dadurch wirken die beiden Bereich eher abteilmäßig, es ist auch durch die Zwischentüren ruhiger und irgendwie gemütlicher. Als 1. Klasse-Fahrgast würde ich dann wohl eher den oberen Bereich bevorzugen. Die 1. Klasse bietet ebenfalls Kofferablageflächen, oben wie unten. Außerdem gibt es über den Fensterplätzen auch Leselampen. Desweiteren gibt es in der 1. Klasse eine 2+1 Bestuhlung, während in der 2. Klasse eine 2+2 Bestuhlung anzutreffen ist.

Bei den 1. Klasse-Sitzen handelt es sich um Ledersitze, die so bisher noch nirgends verbaut wurden. Sie ähneln denen im Nahverkehrs-Dosto, wie er auf dem RE 1 Magdeburg – Frankfurt (Oder) verkehrt, sind aber doch etwas edler gestaltet, z.B. durch ein paar Nähte mehr und eine für mein Gefühl leicht größere Sitzfläche.

Bequem sind die Sitze auf jeden Fall. Da möchte ich am liebsten nicht mehr draus aufstehen. Auch hier lässt sich die Sitzfläche vorziehen. Die Rückenlehne kann man aber auch hier nicht nach hinten stellen. Dennoch alles sehr bequem. Die Steckdosenverteilung ist analog zu den Wagen der 2. Klasse. An den Zweier-Plätzen gibt es einen separaten Dosenhalter.

Die Tische in der 1. Klasse sind zudem größer als in der 2. Klasse und lassen sich teilweise anklappen, sodaß man bequemer ein- bzw. aussteigen kann. Kennt man so bereits aus dem ICE, also nichts neues.

Die Toiletten im Intercity2

Den Toiletten widme ich einen separaten Bereich. Jeder Wagen verfügt über entsprechende Einrichtungen, im Steuerwagen ist eine behindertengerechte Toilette zu finden. Ansonsten sind die Toiletten so wie man sie auch aus anderen Fahrzeugen kennt. Neu ist, daß es neben dem Seifenspender jetzt auch Desinfektionsmittel gibt. Befindet sich direkt neben der Seife. Was aber, mit Ausnahme in der Behindertentoilette, sehr bescheiden ist, ist der Wasserhahn. Der ist nämlich so angebracht, daß viel Wasser auf den Boden spritzt und nicht im Waschbecken bleibt. Und wenn man nah genug vor dem Waschbecken steht, hat man plötzlich ne nasse Hose. Das kann peinlich wirken, wenn da ganz bestimmte Stellen der Hose plötzlich befleckt wirken. Hier hat irgendwer nicht so richtig mitgedacht bei der Konstruktion. Also beim Händewaschen lieber nicht zu nah ans Waschbecken rantreten. In der Behindertentoilette ist das etwas besser konstruiert, da bleibt das Wasser da wo es bleiben soll.

Allgemeines zum Intercity2

Positiv fallen die Displays auf. Sie zeigen nicht nur den nächsten Halt an (übrigens in drei Sprachen: deutsch, englisch, französisch), sondern abwechselnd auch die Anschlüsse im nächsten Bahnhof (aber ohne Zugnummern) sowie eine Karte mit dem Fahrtverlauf und wo man sich gerade befindet und der aktuell gefahrenen Geschwindigkeit des Zuges.

Die Ansagen im Zug sind laut und deutlich, erfolgen übrigens nicht mehr vom Zugbegleiter sondern werden automatisch eingespielt. Ich empfand die Lautstärke aber als etwas zu hoch und meine Begleiter waren da der gleichen Meinung. Vielleicht kann man die noch etwas nachjustieren und leiser einstellen. Die Ansagen erfolgen in deutsch, lediglich an bestimmten Bahnhöfen erfolgen diese auch in englisch. Auf der Strecke Leipzig – Hannover geschah dies in Leipzig/Halle Flughafen sowie in Hannover Hbf. Leipzig Hbf bin ich mir nicht ganz sicher, glaube aber auch.

Während in den Sitzbereichen nur kleine Abfallbehälter sind, findet man in den Eingangsbereichen größere Abfallbehälter, wo der Müll auch getrennt gesammelt wird. Toller Beitrag zum Umweltschutz, wenn sich die Fahrgäste auch dran halten.

An den Sitzen und an den Handgeländern befinden sich Schriftzeichen für Blindenschrift. Damit wird auch dem Thema Barrierefreiheit ein klein wenig mehr Rechnung getragen.

Das Kinderabteil ist im IC eine Neuerung und dürfte bei Familien mit Kindern sicher auf ein positives Echo stoßen.

Interessant: im Obergeschoss lässt sich pro Seite ein kleines Fenster anklappen. Falls die Klimaanlage mal wieder etwas rumzickt. Ansonsten finden sich in allen Wagen auch Rauchmelder.

Alles in allem ist der neue Intercity2 nicht so schlecht wie er von manchen dargestellt wird. Wenn man die recht spontane Entwicklung betrachtet und auch die Tatsache, daß es eigentlich ein Übergangsfahrzeug sein soll, dann bekommen wir damit ein wirklich vernünftiges Fahrzeug angeboten. Manko könnte sein, daß es aktuell keine Mobilfunk-Repeater im Zug gibt, eventuell werden die noch nachgerüstet. Ob kostenloses WLAN hier noch nachgerüstet wird, wird sich auch noch zeigen. Es dürfte zumindest nicht so kompliziert zu realisieren sein.

Auch die Ablageflächen für Koffer könnten etwas knapp bemessen sein. Ob das tatsächlich so ist, wird sich ab Dezember zeigen wenn die ersten Doppelstockzüge im IC-Verkehr zum Einsatz kommen.

Die Wagen zeigen eine gute Laufruhe, allerdings kann es oben manchmal etwas mehr schwanken als unten, ist aber allgemein bei Doppelstockwagen so. Das war schon immer so und das wird wohl auch immer so bleiben. Seekrank wird man aber nicht davon. 😉

Zuerst werden die Züge auf der Linie Leipzig – Magdeburg – Hannover – Emden/Norddeich eingesetzt. Ab Frühjahr 2016 folgt die Linie Dresden – Leipzig – Magdeburg – Hannover – Köln.

Weitere geplante Einsatzstrecken finden sich auch in der Powerpointpräsentation der Deutschen Bahn zum neuen Fernverkehrskonzept.

Ich wünsche der Bahn mit dem neuen Intercity2 viel Erfolg.

Burger essen in Magdeburg: das Magado

Magado MagdeburgWer bisher in Magdeburg vernünftige Burger essen wollte, hatte wenig Auswahl. Das will das „Magado“ künftig ändern, das an prominenter Stelle eröffnet hat. In den Räumlichkeiten des ehemaligen Palazzo, an der Kreuzung Otto-von-Guericke-Straße / Ernst-Reuter-Allee, hat im Oktober 2015 das „Magado“ neu eröffnet und legt auf der kleinen Speisekarte den Schwerpunkt auf Burger.

Das Restaurant ist über zwei Etagen verteilt. Neben Burger gibt es auch noch Steaks, aber auch Eis und Kuchen kann man hier verzehren. Magado MagdeburgIm Sommer dürfte man sicher auch wieder draußen Platz nehmen können. Nett gemacht: drinnen gibt es einen runden Tisch mit eigener Bierzapfanlage und drehbaren Sitzen. Für kleine lustige Geburtstagsrunden sicher nicht die schlechteste Lösung.

Die Burgerauswahl selbst ist nicht riesig, aber bietet dennoch für jeden Geschmack etwas. Was gleich auffiel: es steht nirgends ob bei den angebotenen Burgern Pommes mit inklusive sind. Das hätte man ruhig dazuschreiben können, denn preislich macht das dann doch einen Unterschied. Sind übrigens inklusive, wer aber Süßkartoffelpommes haben möchte, zahlt einen Euro Aufschlag. Das ist okay. Die Süßkartoffelpommes sind übrigens echt lecker, hätten aber gerne ein paar mehr sein können. Bisher hatte ich bei Süßkartoffelpommes eher weniger Glück gehabt, hier gabs dagegen nichts dran zu deuteln.

Magado Magdeburg

Magado MagdeburgBei der Burgerbestellung fiel mir auf, daß nicht gefragt wurde wie der Burger gebraten sein soll. Als er kam, stellte ich fest, daß er komplett durch war. Für mich war das okay, aber es gibt viele, die ihn lieber medium hätten. Da sollte man dann schon als Bedienung mal vorher fragen. Bei Burger und Steaks sollte diese Frage sozusagen zur Grundausstattung gehören. Geschmacklich war der Burger allerdings ansonsten wirklich okay, auch das Brötchen konnte überzeugen.

Der Pinot Grigio, den ich dazu trank, war voll okay. Nichts außergewöhnliches, aber halt ein solider Wein.

Magado MagdeburgZu meckern hatte ich dann wieder bei meinem Espresso. Für den doppelten Espresso gabs nur ein Tüchen Zucker. Wasser gabs nicht dazu, sollte aber eigentlich bei einem Espresso auch ohne separate Bestellung gleich mitgeliefert werden. Hier kann man also durchaus noch in Sachen Verbesserungen ansetzen.

Der Preis an sich war okay. Für den Burger inkl. Süßkartoffelpommes habe ich 8,70 € bezahlt.

Noch was viel negativ auf: als ich bezahlen wollte, kam die Bedienung mit der Rechnung. Meine Frage ob ich mit Karte bezahlen wurde verneint, weil sie es wohl bereits als bar verbucht habe oder so. Also lieber gleich bemerkbar machen, wenn man bargeldlos zahlen will.

Alles in allem sollte man dem Magado ruhig eine Chance geben und vielleicht sind die angesprochenen Kritikpunkte auch nur auf Anlaufschwierigkeiten zurückzuführen und werden noch behoben.