Hotel in Pritzwalk: Waldhotel Forsthaus Hainholz

Eine Fotoveranstaltung im nahen Mesendorf sorgte bei mir für Übernachtungsbedarf in Pritzwalk. Das Waldhotel Forsthaus Hainholz wurde von mir dafür ausgewählt.

Wie der Name bereits vermuten lässt, befindet sich das Waldhotel Forsthaus Hainholz unmittelbar am Rande eines Waldstücks, etwas außerhalb von Pritzwalk. Das sorgt erst einmal für eine wohlige Ruhe im Umfeld, hat aber den Nachteil, daß es bis zum Stadtzentrum 3 km sind und das Waldhotel nicht an den ÖPNV angebunden ist.

Waldhotel Forsthaus Hainholz

Über booking.com hatte ich ein Einzelzimmer gebucht. 62 € inklusive Frühstück wurden dafür pro Nacht berechnet.

Waldhotel Forsthaus HainholzDie Zimmerausstattung war an sich jetzt nichts besonderes, die Größe des Zimmers geht aber soweit in Ordnung. Sicher nichts wo man 14 Tage am Stück bleiben möchte, aber für die beiden Nächte brauchte ich auch nicht wirklich mehr. Die Ausstattung war recht solide. Negativ mal wieder aufgefallen ist mir nur die Steckdosensituation. Lediglich eine freie Steckdose am Schreibtisch stand zur Verfügung. Wer also mehr Steckdosen benötigt, unbedingt eine Mehrfachsteckdose mit dabei haben.

Ins Internet gelangt man via LAN und WLAN, beides kostenfrei. Das WLAN war sehr stabil und auch recht fix. Von dieser Seite her gab es für mich nichts zu bemängeln.

Waldhotel Forsthaus HainholzDas Bad ist mit einer Dusche ausgestattet. Wirklich gut: die Duschkabine lässt sich vernünftig schließen und so setzt man beim Duschen das Badezimmer nicht unnötig unter Wasser. Habe ich auch bereits anders erlebt.

Das Bett war wirklich bequem, ich habe richtig gut geschlafen darin. Die Matratze war vom Härtegrad her recht gut, nichts durchgelegenes was man manchmal so in Hotels vorfindet.

Was negativ auffiel, war die Tatsache, daß das Frühstück erst ab 8 Uhr angeboten wurde. Da musste ich dann am ersten Tag drauf verzichten und habe mich stattdessen bei einem Bäcker mit etwas essbarem und einem Kaffee eingedeckt.

Waldhotel Forsthaus Hainholz
Das Frühstück an sich ist okay, das übliche Hotelfrühstück halt. Nichts besonderes, nichts lokales war anscheinend dabei, es hätte so auch in jedem anderen x-beliebigen Hotel präsentiert werden können. Da hätte man hier sicher etwas mehr draus machen können. Das Hotelrestaurant bietet abends eine akzeptable Auswahl an. Bei schönem Wetter kann man auch draußen sitzen. Das Essen schmeckt, die Portionsgröße ist okay, beides aber eher Standard und nichts außergewöhnliches. Wenn man draußen sitzt, kann es manchmal etwas dauern bis sich wer vom Personal sehen lässt. Eilig sollte man es dann eher nicht haben.

Die auf der Webseite beworbene Sauna ist leider zwischen April und Oktober geschlossen, was man aber erst vor Ort erfährt, alles andere als gästefreundlich.

Im Gesamten betrachtet ist das Hotel okay, aber nichts besonders. Durchschnittlicher 3-Sterne-Standard in recht ruhiger und schöner Lage.

Luxushotel in Warschau: 5 Sterne Sofitel Warsaw Victoria

Schon traditionell verbringe ich Ende März ein Wochenende in Warschau, nun bereits zum dritten Mal. Das Sofitel Warsaw Victoria war dieses Jahr das dafür ausgewählte Hotel. Fünf Sterne und eine optimale Lage recht nah zu den touristischen Highlights sowie ein absolut fairer Preis waren die ausschlaggebenden Gründe dafür.

Sofitel Warsaw Victoria

Das 5 Sterne Hotel feiert in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen. Äußerlich ist die Erbauung im tiefen Sozialismus sicherlich durchaus leicht zu erkennen, innen dagegen absolut nicht. Übrigens stiegen schon in den 80ern berühmte Leute in diesem Hotel ab. Das Sofitel Warsaw Victoria befindet sich direkt am Pilsudski-Platz, wo sich das Grabmal des unbekannten Soldaten befindet. Direkt dahinter befindet sich der Sächsische Garten und auf der anderen Seite ist man ruckzuck auf der Flaniermeile Nowy Swiat, die einen direkt zum Königsschloss und der historischen Altstadt bringt. Aus touristischer Sicht also eine optimale Lage, wenn man ein paar Tage in Warschau verbringen und sich die Stadt anschauen möchte.

Sofitel Warsaw Victoria

Gebucht hatte ich im Rahmen einer Sonderaktion ein Standardzimmer mit Frühstück für rund 73 € pro Nacht im Sofitel Warsaw Victoria. Aufgrund meines Platinstatus bei Le Club Accorhotels erhielt ich jedoch einen Luxury Room mit Blick auf den Pilsudski-Platz, kostenloses Premium-Wifi, Late Checkout, dazu einen Teller mit Obst und persönliches Anschreiben des Guest Relation Managers und natürlich den obligatorischen Getränkegutschein für die Hotelbar.

Der Luxury Room ist 27 qm groß und befand sich in meinem Fall im obersten Stockwerk. Das Badezimmer ist mit einer Dusche ausgestattet, die über zwei Duschköpfe verfügt.

Sofitel Warsaw VictoriaIm Eingangsbereich des Zimmers befindet sich ein Kleiderschrank mit Schiebetür. Da hat man genügend Platz für seine Sachen. Das Zimmer selbst ist mit einem großen und sehr bequemen Bett ausgestattet. Desweiteren sind ein Sofa, zwei Ablageflächen neben dem Bett, ein größerer Hocker, ein Schreibtisch, ein riesiger Flachbildfernseher, ein kleiner Tisch mit Sessel und eine BOSE-Radioanlage im Zimmer vorzufinden. Hier kann man es also auch bequem ein paar Tage länger aushalten, wenn man denn will.

Sofitel Warsaw VictoriaEine Nespresso Kaffeemaschine ist ebenso vorhanden wie mehrere Flaschen kostenloses Wasser, was jeden Abend um zwei weitere Flaschen ergänzt wird. Der Aufdeckservice legt zudem jeden Abend ein kleines eingerolltes Blatt Papier mit einem Spruch (in polnisch und englisch) aufs Bett. Eine nette Geste, wie ich finde.

Sofitel Warsaw VictoriaBesonders begeistert war ich von der BOSE Radioanlage. Echt satter Sound und ich musste nicht den Fernseher anmachen um Radio zu hören. So etwas wünsche ich mir öfters in den Zimmern. Steckdosen gab es auch genügend: jeweils eine neben dem Bett und mindestens zwei weitere am Schreibtisch. Also genug Möglichkeiten die Geräte mit dem lebensnotwendigen Saft zu versorgen. Das WLAN war okay, ab und an hatte es ein paar kurze Aussetzer und war dann sofort wieder da.

Ebenfalls sehr toll: der Pool im Kellergeschoss. Schön verglast, sodaß er noch größer wirkt und als ich dort war, war es zudem recht leer. Zu Beginn waren wir nur zu zweit dort. Wasser gibts dort gratis zu trinken, alkoholfreie Cocktails kann man sich zu fairen Preisen bestellen auf Wunsch. Massageangebote gibt es dort auch, wurden von mir aber nicht in Anspruch genommen. Da bin ich lieber ein paar Bahnen geschwommen.

Sofitel Warsaw Victoria

Sofitel Warsaw VictoriaDas Frühstück im Sofitel Warsaw Victoria wird im Erdgeschoss serviert, auf Wunsch kann man es sicher aber auch aufs Zimmer bringen lassen. Aber dann würde man dieses absolut beeindruckende Büffet verpassen und das sollte man auf gar keinen Fall. Das Frühstück hier ist wirklich vom Feinsten. Die Veganer jetzt mal bitte weglesen, aber da gabs sogar ganze Schinken zu sehen, so richtig große Dinger!

Sofitel Warsaw VictoriaDie Auswahl ist wirklich groß, es gibt eigentlich nichts was es nicht gibt. In einer Showküche kann man sich Eierspeisen frisch zubereiten lassen und das habe ich natürlich auch ausgenutzt und mir Omeletts mit Schicken, Tomate und Paprika zubereiten lassen. Das war sowas von lecker. Kaffee Americano, also herkömmlicher schwarzer Kaffee, wird in einer French Press serviert. Aber obacht für Polenneulinge: Kaffeesahne kennt man in Polen eher nicht. Wenn ihr Milch zum Kaffee bestellt, wird euch ein kleines Kännchen warmer Milch geliefert.

Sofitel Warsaw Victoria

Was auch toll ist beim Frühstück: der Service. Ständig kommt wer und fragt ob alles okay ist, ob man noch etwas benötigt und dann immer dieses „enyou your breakfast“. Einmal fiel mir nen Messer runter und noch ehe ich reagieren konnte, lag ein neues Messer da. Dazu der riesige Frühstücksraum, wo man sich fast drin verlaufen kann. Also ich war schwer begeistert. Sollte man sich echt nicht entgehen lassen. Ist wirklich wie „Leben wie Gott in Frankreich“ oder um mit dem Slogan der Sofitel-Hotels zu sprechen: „Life is magnifique“.

Sofitel Warsaw Victoria

Im Bereich der Lobby im Erdgeschoss, schließt sich die Hotelbar an. Abends, tagsüber habe ich es nicht beobachtet, legt dort ein DJ auf. Man kann dort gemütlich sitzen und zu absolut fairen Preisen alle möglichen Getränke genießen. Dazu gibts eine große Schale mit Knabberzeugs gratis.

Sofitel Warsaw Victoria

Ich habe da meinen Getränkegutschein für ein Glas Weißwein eingelöst und danach noch eine Auswahl dreier anderer Weißweine verkostet. Und hier finde ich nun endlich was zu meckern. Die Weißweine hatten zwar alle tolle Namen, aber dann hörte es auch auf. Geschmacklich waren die irgendwie alle nichts halbes und nichts ganzen. In der Woche zuvor hatte ich da im Mercure Hotel in Düsseldorf bedeutend bessere Weine genießen können. Insbesondere der im Dreier-Angebot in der Sofitel-Hotelbar enthaltene Sauvignon Blanc war nun echt nicht trinkbar. Da würde ich dann eher den Sauvignon Blanc vom Weingut Darting aus der Pfalz auf die Karte setzen.

Sofitel Warsaw Victoria

Aber dennoch eine absolute Empfehlung, falls jemand vor hat nach Warschau zu kommen und 5 Sterne-Luxus zum fairen Preis genießen möchte. Das Sofitel Warsaw Victoria konnte mich wirklich begeistern.

Amano Grand Central – Designhotel in Berlin

Wenn man nicht guckt, wann man wohin fährt, kann es passieren, daß man ohne zusätzliche Hotelübernachtung den gewünschten Zug nicht erreicht. So kam ich zu einer zusätzlichen Hotelübernachtung in Berlin. Da ich morgens ganz früh weiter musste, brauchte ich ein Hotel möglichst nah am Berliner Hauptbahnhof. Die Entscheidung fiel auf das mir noch unbekannte Amano Grand Central, das sich im gleichen Gebäudekomplex wie das bereits hier vorgestellte Ibis Berlin Hauptbahnhof befindet.

Amano Grand Central

Das Amano Grand Central befindet sich auf 3-Sterne-Niveau. Kommt man in den Empfangsbereich rein, überkommt einem sofort dieser WOW-Effekt. Alles wirkt edel, leicht dunkel, mit glitzernden Lämpchen und spiegelnden Flächen. Das Personal am Empfang ist sehr freundlich. Ich hatte vergessen den Voucher des Vermittlers auszudrucken und konnte ihn problemlos per Mail an das Hotel schicken und die junge Frau an der Rezeption druckte ihn sich selbst aus. Den WLAN-Code gab es gleich mit dazu beim CheckIn, da brauchte ich erst gar nicht nachfragen.

Das Zimmer befand sich im ersten Stock mit Blick auf den Innenhof. Das versprach Ruhe beim Schlafen. Das Zimmer ist weitestgehend in schwarz gehalten. Das muß man mögen, sonst könnte es für den einen oder anderen eher ne Qual werden. Also als depressionsgeplagter Mensch lieber ein farbenfroheres Hotel buchen. Aber mal so zur Abwechslung vom sonstigen Hoteleinerlei sicher mal ganz angenehm. Das Zimmer ist ca. 15 qm groß, also Standard in dem Segment.

Amano Grand CentralNicht unbedingt Standard, aber sehr schön, ist die Trennung von WC und Dusche. Dafür ist die Dusche mehr oder weniger direkt im Zimmer drin, also nur durch eine Glaswand vom Schlafbereich getrennt. Ist wohl ein neuer Trend, der aktuell immer mehr in Hotels um sich greift. Kann man mögen, muß man nicht. Da ich im Normalfall alleine reise, ist mir das eher egal. Mir guckt höchstens mein leeres Bett beim Duschen zu. 😉

Amano Grand Central

Das Bett war sehr bequem, die Matratze sehr fest. Man merkt, daß das Amano Grand Central noch sehr jung ist, die Eröffnung fand erst in der zweiten Jahreshälfte 2015 statt. Neben dem Bett befanden sich auf jeder Seite zwei Steckdosen. Schön auch: man konnte vom Bett aus wirklich alle Lampen separat an und ausschalten.

Amano Grand CentralWeniger schön: es gab keinen richtigen Platz für den Koffer. Eine Ablagefläche, ein Schrank oder ähnliches fehlte. Ich hab ihn dann unter den Tisch gestellt. Der an der Wand befestigte Tisch ist zwar recht schmal, aber ausreichend. Da standen auch paar Snacks und eine Flasche Rotwein, so als Minibarersatz, aber die Preise empfand ich gerade auch für ein Hotel dieser Kategorie doch arg überteuert. Das WLAN war übrigens wirklich schnell und stabil, da gab es nichts zu meckern.

Im 6. Stock befindet sich eine Lounge, im 7. Stock eine Dachterasse und im Erdgeschoss ein Bistro. Alles habe ich aus Zeitgründen nicht getestet bzw. in Augenschein genommen. auch zum Frühstück kann ich nichts sagen, da ich schon sehr frühzeitig das Hotel verlassen musste.

Amano Grand CentralBei der Zimmervergabe sollte man sich übrigens KEIN Zimmer in unmittelbarer Nähe zum Fahrstuhl geben lassen. Da sind im Flur Lautsprecher angebracht wo glaube rund um die Uhr Musik ertönt. Das könnte eventuell auch in den angrenzenden Zimmern zu hören sein.

Zusammengefasst ist das Amano Grand Central sicher mal etwas anderes, was die farbliche Gestaltung angeht. Aufgrund der Tatsache, daß es doch etwas wenig Platz für Gepäck bietet, ist es eher für Kurzaufenthalte wie bei mir geeignet.

Privilege-Suite im Mercure Düsseldorf City Center

Im Dezember hatte ich bei einem Weinseminar einen Hotelgutschein für das Mercure Düsseldorf City Center gewonnen. Anlässlich des Barcamp Ruhr in Essen nutzte ich die Gelegenheit den Hotelgutschein einzulösen und war gespannt ob ich dieses Mal zufriedener dort sein werde, als ich es bei einem Besuch im Oktober 2013 war.

Mercure Düsseldorf City Center

Das Hotel befindet sich am Stresemannplatz in Düsseldorf, das ist nur ca. 300 Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Für Bahnreisende eine ideale Ausgangsposition. Für Autofahrer gibt es eine Tiefgarage, die von der rückwärtigen Seite des Hotels aus erreichbar ist.

Die kleine, aber helle Lobby wirkt recht einladend. Das Personal an der Rezeption war sehr freundlich. Man hatte mir für meinen Aufenthalt eine Privileg Suite reserviert, wovon es zwei Stück dort gibt. Zusätzlich gibt es noch acht Superior-Suiten. Alle Suiten befinden sich im angrenzenden Gebäude, das durch die Tiefgarage erreichbar ist. Mit dem Fahrstuhl ging es dann ganz nach oben in den fünften Stock.

Mercure Düsseldorf City CenterWas ich dort vorfand, dafür ist der Begriff Suite schon fast untertrieben. Die Räumlichkeiten erstreckten sich über zwei Etagen, die mit einer kleinen Wendeltreppe erreichbar waren. Unten befand sich ein Vorraum, wo ein Sideboard mit Tassimo Kaffeemaschine und einem Tisch mit Stühlen den Raum füllten.

Mercure Düsseldorf City CenterEs folgte ein schmaler Flur von dem rechts die Toilette und das Bad mit Dusche abgingen. Außerdem befanden sich hier die Kleiderschränke und die Minibar. Am Ende des Flures dann das Schlafzimmer mit großem Bett und Flachbildfernseher. Die Minibar ist übrigens in der Privilege Suite inklusive und enthielt je zwei Flaschen Mineralwasser, Cola und Bier und wurde auch wieder aufgefüllt.

Mercure Düsseldorf City Center

Ging man vorne die Wendeltreppe hinauf, war dort ein Wohnzimmer mit Sofa, Sessel, kleinem Tisch und Flachbildfernseher. Außerdem befand sich dort noch ein gläserner Schreibtisch, damit man auch Platz zum Arbeiten hat. Unten im Vorraum ging es zudem noch raus auf den Balkon.

Mercure Düsseldorf City CenterMercure Düsseldorf City Center

Mercure Düsseldorf City CenterIm Bad befanden sich zwei Duschköpfe: eine normale Handdusche und eine an der Decke angebrachte Regendusche. Mit einem Schalter konnte man dazwischen hin und her wechseln.

Das Bett war sehr bequem. Hier hat man wirklich einen erholsamen Schlaf, zumal das Schlafzimmer nach hinten rausging. Also kein Straßenlärm zu befürchten. Der Ausblick ist zwar vorne wie hinten nicht wirklich berauschend, aber das dürfte man mitten in der Stadt auch eher weniger erwarten und ist wohl auch in Düsseldorf eher nicht der Grund irgendein Hotel zu buchen.

Mein Lieblingsthema Steckdosen: die gab es reichlich, wenn auch manchmal nicht optimal angebracht. Im Schlafzimmer gab es zwei neben dem Bett, allerdings unter der Nachttischablage. Auch sonst verteilten sich die Steckdosen über sämtliche Räume, meistens jedoch weit unten angebracht.

WLAN gab es natürlich auch kostenfrei, für mich als Le Club Platinum Member sogar das schnelle Premium Wifi. Der Empfang war überall sehr gut.

Bei all meinen Hotelaufenthalten hatte ich bisher nie solche umfangreichen Räumlichkeiten. Selbst die Suite im Mercure Regensburg kann da nicht ganz mithalten.

Mercure Düsseldorf City Center

Mercure Düsseldorf City CenterDas Frühstück wird im Erdgeschoss serviert. Der Frühstücksraum hat aufgrund der Wandgestaltung einen japanischen Touch, was nicht unbedingt schlecht aussieht, auch wenn man das hier eher weniger erwartet. Das Frühstück lässt ansonsten was die Auswahl angeht keine Wünsche offen, das Personal ist auch hier, wie übrigens im gesamten Hotel, sehr freundlich. Das verbessert den positiven Gesamteindruck stark.

Auch das Restaurant und die Hotelbar sind positiv hervorzuheben. Das Restaurant selbst habe ich nicht getestet, aber dafür die Weinauswahl der Hotelbar. Und da kann ich nur sagen: absolut top! Mein persönlicher Favorit unter den Weißweinen war der angebotene Sauvignon Blanc. Auch die Preise bewegen sich hier auf dem üblichen Hotelniveau, das Personal berät auch gerne bei der Weinauswahl. Und wer möchte kann auch gleich den Lieblingswein für daheim zum Mitnehmen kaufen und das zu absolut fairen Preisen.

Gesamtfazit also für mich: wirklich top. Die Scharte vom ersten Besuch wurde da mehr als gutgemacht. Von daher gibt es auch 5 von 5 Sternen für dieses Hotel. Werde wohl nicht das letzte Mal dort gewesen sein. Im Video zeige ich die Privilege Suite nochmal in voller Größe.

4 Sterne Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Neustadt-Glewe ist ein kleiner Ort südlich von Schwerin und dort befindet sich das einzige Mercure Schlosshotel in Deutschland. Grund genug sich das Hotel mal näher anzuschauen. Das Gebäude im Barockstil stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist wie ein U angelegt.

Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Das Hotel ist ca. 1 Kilometer vom Bahnhof entfernt. Wer per Auto anreist, findet vor dem Hotel ausreichend Parkplätze. Mit seinen 37 Zimmern dürfte das Hotel eines der kleinsten Hotels von Accor sein.

Ich hatte einen Superior Room gebucht und bekam aufgrund meines Kundenstatus ein kostenfreies Upgrade in einen riesigen Privileg Room. Ich habe jetzt nicht nachgemessen, aber das Zimmer war locker 30 qm groß. Dazu war es mit einer beeindruckenden Stuckdecke verziert. Schöner Anblick, wenn man morgens aufwacht und zuerst die Stuckdecke sieht.

Was man beachten sollte: das ist ein altes Haus und hier ist nicht alles barrierefrei. Wer diesbezügliche Bedürfnisse hat, sollte sich für ein anderes Hotel entscheiden. Hier gibt es Stufen, was sich halt nicht immer umgehen lässt.

Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Zum Zimmer bleibt noch zu sagen, daß mir persönlich die Matratzen ein wenig zu weich waren, aber das ist wie immer Geschmackssache. Was negativ auffiel, waren die Risse in den Wänden. Allerdings waren das nicht die echten Wände, sondern vorgelagerte Trockenbauplatten, die gerissen waren. Das hängt wohl mit der baulichen Gestaltung des Gebäudes zusammen, welches auf (nicht sichtbaren) Stelzen gebaut wurde. Dennoch sollte man hier nachbessern, da dies einen doch nicht so positiven Eindruck hinterlässt, wenn man an zwei Wänden solche großen Risse sieht.

Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Das Frühstück wird in den Kellerräumen serviert. Es ist okay, aber nichts besonderes. Schade, da hätte man auch mit Blick auf die Gebäudehistorie etwas mehr draus machen können. Es ist alles da was man so erwartet, wobei ich die Wurstauswahl als etwas gering empfand.

Was absolut nicht überzeugen konnte, war das Abendessen. Ich hatte ein Curry mit Pfirsichspalten bestellt. Dieses Curry war auch nicht ansatzweise in der Nähe eines Pfirsichs gewesen. Stattdessen gabs massig geraspelte Möhren. Es war so das langweiligste und liebloseste Essen, was man sich vorstellen kann. Auch an einem anderen Tisch beschwerten sich Leute über ihr Essen. Fazit: bitte Koch und Speisekarte austauschen. Abends zuvor hatte ich auswärts in einem anderen Lokal in Neustadt-Glewe gegessen und es lagen Welten dazwischen. Geht also, wenn man nur will.

Mercure Hotel Schloss Neustadt-Glewe

Fazit: die Zimmer (Stichwort Trockenbauwände) sollten mal renoviert werden, das Essen ist absolut verbesserungswürdig und hat sehr viel Luft nach oben. Das sollte man ruhig auch mal nutzen, denn dann würde das Hotel doch merklich aufgewertet werden und dies kann man sicherlich über zufriedene wiederkehrende Gäste, wie auch über eine bessere Hotelauslastung im Allgemeinen wieder reinholen.