Café Samocca in Quedlinburg

Bei einem Kurzbesuch in Quedlinburg verspürte ich das Verlangen nach einem guten Kaffee oder Espresso. Nun hat Quedlinburg, gerade auch innerhalb der ehemaligen Stadtmauer, mehr als genug Cafe´s und verdursten oder verhungern muß dort wirklich niemand. Irgendwie sprach mich aber vieles davon nicht sofort an oder es war arg voll. Also weitergezogen und irgendwann dann durch Zufall vor einem Haus stehengeblieben, dessen Anschrift mich sofort für sich einnahm. „Kaffeerösterei“ stand dort. Frisch gerösteter Kaffee? Klar, warum eigentlich nicht. Überraschender Weise war es recht leer drin, aber schon gleich am Eingang sah ich das Verkaufsregal mit den vielen Kaffeesorten und wusste sofort, hier bin ich richtig.

Doch das Samocca weist noch eine Besonderheit auf: es ist ein Franchise-Projekt der örtlichen Lebenshilfe und bietet Menschen mit Handicaps (früher sagte man Behinderte) die Möglichkeit relativ eigenständig zu arbeiten. Das führt dazu, daß hier einiges etwas anders ist als in normalen Cafés. So läuft die Bestellung hier etwas anders ab.

Auf den Tischen stehen Schilder mit Tischnummern. Dazu liegen neben der Speisekarte auch noch Bestellzettel aus, wo all das draufsteht, was auch in der Speisekarte steht. Man schreibt dann nur noch davor, was man in welcher Anzahl haben möchte und gibt den Zettel beim Personal ab. Bekommt man die Bestellung geliefert, bekommt man auch den Bestellzettel zurück und es ist mit Textmarker alles markiert, was mit der Bestellung geliefert wurde. Bezahlen tut man später beim Rausgehen am Verkaufstresen, wo man gleich noch frisch gerösteten Kaffee für daheim mitnehmen kann. Habe ich dann auch gemacht. Beides. 😉

Nicht nur der Kaffee wird hier selbst geröstet, auch der Kuchen ist hausgebacken. So kommt es, daß es hier regelmäßig neue Torten- und Kuchenkreationen gibt, auch abhängig von der Jahreszeit. Die Einrichtung des Cafés ist recht modern, es gibt hinten zudem eine Terrasse. Sehr günstig empfand ich auch die Preise: eine Kanne Frech Press (2 Tassen Inhalt) kostet um die 2,50 € und das mit frisch geröstetem Kaffee! Auch sonst alles sehr faire Preise.

Ich hatte einen Espresso doppio, ein Stück Rharbarber-Kirsch-Kuchen und eine Weißweinschorle. Alles zusammen für schlappe 7,70 €. Da kann man absolut nicht meckern.

Cafe Samocca in Quedlinburg

Positiv hervorzuheben: es gibt Steckdosen und verschlüsseltes, kostenloses WLAN. Das Paßwort dafür bekommt man auf Nachfrage beim Personal. Das WLAN ist zwar nicht das schnellste, um aber mal bissel bei Facebook, Twitter und Co reinzuschauen oder eine Mail zu beantworten, reicht es allemal aus.

Ich mag solche Konzepte, wo halt auch Menschen eine Chance bekommen, die eine ebensolche sonst woanders nicht bekommen. Der Kuchen war total lecker, am Espresso gab es auch nichts zu nörgeln. Die Preise sind wie bereits angemerkt absolut top. Wer Quedlinburg einen Besuch abstattet, sollte unbedingt mal ins Samocca einkehren.

Öffnungszeiten Samocca Quedlinburg:

Montag: Ruhetag
Dienstag – Sonntag: 9 – 19 Uhr

Anschrift Samocca Quedlinburg:

Lange Gasse 30
06484 Quedlinburg

SchöneDingeCafé – Alte Apotheke in Magdeburg

SchöneDingeCafé - Alte ApothekeManche Dinge in der eigenen Stadt lernt man nur durch Zufall kennen, insbesondere wenn sie sich in Stadtteilen befinden, in die man sonst eher selten kommt. So war es auch mit mir und dem SchöneDingeCafé in Magdeburg-Sudenburg. Das SchönedingeCafé befindet sich in der Halberstädter Straße, schräg gegenüber von der Ambrosiuskirche. Straßenbahnhaltestellen befinden sich in unmittelbarer Nähe.

Das Café befindet sich in der ehemals dienstältesten Apotheke Sudenburgs, die 1831 eröffnete. Heute ist es eine Mischung aus Café und Geschenkeladen. In drei Räumen kann man sich umsehen, in Schubladen und Schränken stöbern oder einfach total leckeren und täglich frisch gebackenen Kuchen und Kaffee genießen. Was es für Kuchen gibt, kann man Büffett gleich im Eingangsraum erfragen. Die Kuchenstücke sind ausreichend groß und die beiden von mir probierten Sorten haben ohne Einschränkungen einfach nur lecker geschmeckt. Mit 2,60 € – 2,80 € je Stück ist der Preis auch absolut angemessen.

SchöneDingeCafé - Alte Apotheke

Gut besucht ist das Café auf jeden Fall, auf mehreren Tischen standen auch „Reserviert“-Schildchen, natürlich handgeschrieben. 🙂

Die Einrichtung erinnert zum einen noch etwas an die dort ehemals ansässige Apotheke. Zum anderen ist diese Individualität hervorzuheben. Hier, wo in jedem der drei Räume unzählige verschiedene Stühle Sofas und Tische stehen, wo wirklich jedes Stück ein Unikat ist. viele der kleinen Dekoelemente in den Räumen kann man übrigens gleich vor Ort käuflich erwerben und mit nach Hause nehmen.

SchöneDingeCafé - Alte Apotheke

Bei schönem Wetter kann man übrigens auch draußen sitzen und dem Treiben auf der Halberstädter Straße zuschauen, wobei ich es drinnen wesentlich gemütlicher finde.

Das SchöneDingeCafé hat montags bis freitags von 11 – 18 Uhr geöffnet, am Wochenende ist geschlossen (was ich persönlich schade finde).

Abschalten vom Alltag bei einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Torte – im SchöneDingeCafé auf jeden Fall möglich.

Unperfekthaus Essen

Mitten in der Essener Innenstadt befindet sich das Unperfekthaus. Es entstand in dem Gebäude eines ehemaligen Klosters.

Unperfekthaus Essen

Das Unperfekthaus ist eine Mischung aus Gaststätte, Veranstaltungslocation, Coworkingspace, Künstlerdomizil, Hotel…. Man merkt schon, es ist recht schwer zu beschreiben was das Unperfekthaus eigentlich ist, auf jedenfall aber perfekt unperferkt.

Das gesamte Gebäude ist offen für alle. Das Konzept sieht vor, daß Künstler hier ihre Ateliers einrichten können, diese aber offen für Besucher sind, die sich im Hause umschauen. Zahlreiche weitere Räume stehen allen Besuchern kostenfrei zur Nutzung offen. Hier kann man sich niederlassen um zu lesen, Karten zu spielen oder auch zu arbeiten, ein Meeting abzuhalten oder sich einfach in gemütlicher Runde zu unterhalten.

Wer das Unperfekthaus besucht, zahlt Eintritt. Die Höhe ist abhängig davon, wie lange man bleiben möchte und was inklusive sein soll. Grundsätzlich sind Kaffee und alkoholfreie Getränke inklusive. Man kann aber auch noch Essen vom Büfett dazu buchen. Für 29 € kann man ein Tagesticket (7-23 Uhr) inklusive all you can eat und Kaffee, alkoholfreier und alkoholischer Getränke buchen.

Unperfekthaus EssenWährend bei den anderen Tickets die Karte verfällt, sobald man das Gebäude verlässt, kann man mit dem Tagesticket kommen und gehen so oft man will. Das eignet sich daher auch für Touristen. Morgens frühstücken, dann Stadtbummel und sich verschiedene Sachen anschauen, zwischendurch im Unperfekthaus zu Mittag essen, dann bissel shoppen, die Einkäufe im Unperfekthaus ins Schließfach packen und gleich noch einen Kaffee trinken und abends den Tag entspannt mit einem Absacker im Unperfekthaus ausklingen lassen.

Unperfekthaus EssenAuch größere Veranstaltungen können aufgrund der Größe des Gebäudes hier stattfinden. Einzelne Räume können angemietet werden, ansonsten kann jeder die Räume einfach nutzen.

WLAN steht im gesamten Gebäude kostenfrei zur Verfügung und das recht stabil und schnell. Zu empfehlen ist bei schönem Wetter auch ein Besuch der Dachterrasse, von wo aus man einen schönen Blick über Essen hat.

Das Haus verfügt über einen Fahrstuhl, ist somit auch für Gehbehinderte entsprechend nutzbar. Toiletten gibt es verteilt im ganzen Haus, selbige sind auch immer sauber. Das Personal ist eigentlich immer freundlich. Das Essen wie auch die Getränke sind immer in ausreichender Menge vorhanden und das Büfett wird immer wieder aufgefüllt und ist sowas von lecker!

Für Essen-Touristen sollte ein Besuch im Unperfekthaus unbedingt dazu gehören.

Weiterführende Links:

https://www.unperfekthaus.de/
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Creperie du Palais in Weimar

Während meines Kurzurlaubs in Weimar bekam ich Hunger. Ganz in der Nähe vom Wittumspalais, also sehr zentral gelegen, befindet sich die „Creperie du Palais“.

Das kleine Lokal machte einen netten Eindruck, zumal auch fast alle Tische im Außenbereich besetzt waren. Ich nahm Platz, schaute mir die Karte an und konnte auch sehr schnell meine Bestellung aufgeben.

Dann dauerte es etwas. Irgendwann kam eine Bedienung, brachte mir etwas zu essen und fragte mich ob ich auch Getränke bestellt hätte. Da kam eine andere Bedienung und brachte mir dann auch bereits die bestellte Limonade. Irgendwie unkoordiniert. Nunja. Allerdings sah mir die gelieferte Galette etwas seltsam aus. Die Bedienung meinte die Füllung wäre drunter.

Ich fing also an zu essen und merkte dann, nach nochmaligem Blick in die Karte, daß das nicht das war was ich bestellt hatte. Ich aß weiter, sagte es irgendwann der Bedienung, die überrascht tat, aber sich nicht wirklich entschuldigte.

Währenddessen warteten am Nebentisch zwei Damen so ca. 15 Minuten bereits auf ihre bestellten Getränke.

Mein Essen bestand aus zwei Teilen, der Galette und den Crêpes. Nachdem ich die Galette gegessen hatte, wartete ich nun auf die Crêpes (und hoffte, daß wenigstens da das richtige geliefert wurde).

Ich wartete. Ich wartete weiter. Zwischendurch wollte eine Bedienung bei mir abkassieren, obwohl ich weder zu zahlen wünschte, noch alles von meiner Bestellung erhalten hatte. Ehe ich letzteres reklamieren konnte, war sie schon wieder weg.

Nach ca. zwanzig Minuten erwischte ich dann mal wieder ne Bedienung und fragte nach den bestellten Crêpes. Sie verschwand und brachte selbige ca. fünf Minuten später, natürlich ohne sich zu entschuldigen.

Ich aß die Crêpes und bei der nächsten Gelegenheit winkte ich einer der Bedienungen zu um zahlen zu können. Die Rechnung kam schnell, ich wurde weder gefragt ob alles in Ordnung war, alles geschmeckt hat und es gab auch keine Entschuldigung für das falsche Essen und die Verzögerungen.

Alles in allem erschien mir das Personal sehr planlos, jeder bediente überall. Keiner schien wirklich durchzublicken. Trinkgeld gabs natürlich nicht.

Fazit: Das Essen hat geschmeckt, preislich war es okay. Der Service war allerdings unterirdisch, daher gibt es auch nur 1,5 von 5 Punkten.

Knoblauchrestaurant „Knofel“ in Berlin

In Berlin, im Stadtteil Prenzlauer Berg, befindet sich ein ganz besonderes Restaurant: das Knoblauchrestaurant „Knofel“. Es gibt hier fast nichts, wo nicht die stinkende Knolle verarbeitet wird, sogar Knoblauchbier und Knoblaucheis sind auf der Karte zu finden.

Das Restaurant ist ein Insider. Es liegt etwas abseits der Touristenströme und ist selbst vielen Berlinern unbekannt. Dennoch ist es immer recht gut besucht und zumindest an den Wochenenden sollte man einen Tisch vorab reservieren.

Knoblauch und Oliven

Das Restaurant ist auf Knoblauch ausgerichtet, das schmeckt man natürlich auch beim Essen. Wer also keinen Knoblauch mag, der sollte einen weiten Bogen um das Restaurant machen.

Zanderfilet

Die Einrichtung des Restaurants ist gemütlich-rustikal. Für größere Gruppen ist ein separater Raum mit bis zu 50 Plätzen verfügbar. Das Personal ist freundlich und flink. Auf die Speisen mussten wir, eine Gruppe von sieben Personen, nicht sehr lange warten. Das Essen ist reichlich portioniert und das zu fairen Preisen.

Banditenspieß

Auch bei den Getränken gibt es einige die mit Knoblauch gemacht sind, so zum Beispiel auf Radeberger basierendes Knoblauchbier oder zum Abschluß Knoblauchschnaps oder Knoblauchkräuterlikör.

Wer möchte kann sich auch einige Knoblauchsnacks mit heim nehmen, z.B. die luftdicht verpackten in Knoblauch gerösteten Erdnüsse. Sollte man wirklich mal probiert haben.

Alles in allem ist das Knoblauchrestaurant „Knofel“ mal etwas anderes, vorausgesetzt man mag Knoblauch und hat an den nächsten zwei, drei Tagen keine wichtigen Termine. 😉

Öffnungszeiten:

Mo – Do ab 18:00 Uhr
Fr ab 14:00 Uhr
Sa – So ab 13:00 Uhr
in den Sommermonaten Mai – September täglich ab 18:00 Uhr

Anschrift:

Wichertstraße 33a
10439 Berlin
Telefon (030) 4 47 67 17
www.knoblauchrestaurant.de