Radisson Blu Hotel Erfurt

Kurzfristig hatte ich mich entschlossen über Ostern wegzufahren und mein Entschluß fiel auf Erfurt. Dank einer Specialrate bekam ich ein Standardzimmer im Radisson Blu Erfurt für günstige 40 € / Nacht ohne Frühstück. Als Club Carlson Gold Elite-Mitglied gab es vor Ort dann ein kostenfreies Upgrade in ein Superiorzimmer. Das Frühstück sollte dann 18 @ pro Tag kosten. Alternativ bot man mir ein Upgrade auf ein Businesszimmer incl. Frühstück für 20 € pro Tag oder ein Upgrade in eine Junior-Suite incl. Frühstück für 30 € pro Tag an. Ich entschied mich für letzteres. die Entscheidung sollte nicht falsch gewesen sein.

Radisson Blu Erfurt

Das Radisson Blu Erfurt befindet sich recht zentral am Juri-Gagarin-Ring, nur wenige Meter vom Anger, einem der zentralsten Plätze Erfurts entfernt. Mit der Straßenbahn fährt man vom Hauptbahnhof aus bis zum Anger und läuft dann die restlichen paar Meter oder man geht gleich zu Fuß vom Hauptbahnhof aus. Das ist auch nicht weit.

17 Stockwerke hat das Hotelgebäude. Unten in der Lobby ist auch eine Sportsbar und ein kleines Restaurant, beide von mir nicht getestet. Im 1. OG sind der Frühstücksraum sowie einige Konferenzräume untergebracht. Die Stockwerke 2 bis 13 beherbergen die Standard-, Superior- und Businesszimmer, während in den Stockwerken 14 bis 16 die Suiten zu finden sind. Um dorthin zu gelangen muß man im Fahrstuhl den Zimmerschlüssel benutzen, die anderen Stockwerke sind auch so erreichbar. Frei erreichbar ist auch das 17. Obergeschoß, wo sich neben Konferenzräumen auch der Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad, Fitnessgeräten und Ruheraum befinden.

Und wie war nun die Juniorsuite im Radisson Blu Erfurt?

Radisson Blu ErfurtDas Upgrade hatte sich wirklich gelohnt. Knapp 40 Quadratmeter standen mir zur Verfügung und erinnerten mich durchaus an das Superiorzimmer im Mercure Warszawa Grand. Die Einrichtung stammt wohl aus den 90ern, was ich persönlich nicht schlecht empfand, auch wenn einige Möbel doch schon paar Kratzer aufwiesen. Dafür war das Bad wirklich chic. In der Dusche gab es zwei Duschen: eine normale Handdusche und dann hing da oben noch eine Regendusche. Mal was anderes und hatte ich so auch noch nicht in der Kombination. Die Villeroy und Boch-Handwaschbecken (gleich zwei Stück!) haben das edle Ensemble positiv unterstrichen. Bademäntel und Badelatschen waren ebenfalls vorhanden.

Im Wohnbereich fand sich ein bequemes Sofa mit Tisch, dazu ein kleiner Schreibtisch, ein weiterer Beistelltisch im Eingangsbereich und ein Tischchen mit Wasserkocher und Nespresso-Maschine. Hier war negativ anzumerken, daß die zugehörige Steckdose etwas versteckt war und in meinem Fall wohl auch kaputt. Hab die Nespresso-Maschine dann auf den Schreibtisch gestellt, dort angeschlossen und schon ging sie.

Radisson Blu ErfurtRadisson Blu Erfurt

Positiv: man kann die Fenster trotz der Höhe richtig aufmachen, wobei man trotzdem nicht rausfallen kann. Vor den Fenstern ist noch eine eine Glasscheibe angebracht, die nur oben und unten einen Spalt offen ist. Eine elektrisch bedienbare Jalousie sorgt dafür, daß es im Zimmer bei Bedarf auch angenehm dunkel ist.

Steckdosen ist ja auch so ein Thema für sich. die waren hier im Raum gut verteilt und in ausreichender Menge vorhanden. Der ebenfalls vorhandene Hauptschalter neben der Tür war wohl nur für das Licht zuständig, die Steckdosen funktionierten auch wenn selbiger aus war. Karte oder so musste man da nicht reinstecken, der Hauptschalter ist ein herkömmlicher Kippschalter.

Internet gabs auch kostenlos, zwar nur mit eingeschränkter Bandbreite, aber reicht für bissel surfen, Mails beantworten usw aus. Wer Livestream hören oder sehen will, der sollte das Premium-Internet für knapp 10 € am Tag buchen.

Radisson Blu Erfurt

Das Bett war ein Doppelbett mit zwei Einzelmatratzen. Ich persönlich mag ja lieber durchgehende Matratzen, habe aber dennoch angenehm dort geschlafen.

Auch toll: Licht und Teppich im Flur im 14. Stock lassen alles sehr gedämpft erscheinen. Das setzt sich auch im Zimmer fort und sorgt für ein angenehmes Ruhegefühl.

Frühstück im Radisson Blu Erfurt

Radisson Blu ErfurtEin für mich durchaus wichtiger Teil einer Hotelübernachtung, zumindest meistens, ist ein gutes Frühstück und da konnte mich das Radisson Blu durchaus überzeugen. Der Frühstücksraum war angenehm groß, Kaffee gabs in Thermoskannen. Allerdings stand am Eingang auch ein Vollautomat für Kaffeespezialitäten bereit. Das Büfett bot von Wurst über Quark, Käse, Fisch, Honig (leider nur abgepackt), Marmelade, Eier, Frikadellen bis hin zu Waffeln und Kuchen sowie Joghurt und Obstsalat eigentlich alles was man sich so wünscht. Es hat auch wesentlich zu meiner Gewichtszunahme beigetragen und ist die 18 € pro Tag wirklich wert, wenn man sich nicht nur auf eine Tasse Kaffee und ein halbes Brötchen beschränkt. An das Frühstück im Pullman Stuttgart Fontana kommt es aber nicht ganz ran.

Radisson Blu Erfurt

Wellness im Radisson Blu in Erfurt

Der Wellnessbereich ist nicht übermäßig groß, aber wohl ausreichend dimensioniert. Schön: man kann von Sauna, Ruheraum und Fitnessraum direkt auf die Stadt runter schauen. Lediglich die Dampfsauna ist fensterlos. Alles war auch dort sauber und ordentlich. Handtücher gibt es in ausreichender Menge, braucht man also nicht aus dem Zimmer mitzunehmen. Wer sich im Zimmer noch nicht umziehen möchte, kann das auch oben machen, dort gibt es eine Umkleidekabine mit abschließbaren Schränken.

Alles in allem hat mich das Radisson blu Erfurt durchaus überzeugt. Für die Juniorsuite incl. Frühstück habe ich übrigens letztlich 70 € pro Nacht gezahlt. Ein absolut fairer Preis für das was einem geboten wird. Nur die 5,50 € für die Flasche Wasser auf dem Zimmer fand ich etwas überzogen.

Mercure Warszawa Grand – 4 Sterne Hotel in Warschau

Ein Wochenende in Warschau führte dazu, daß ich mir für zwei Nächte ein Zimmer im Mercure Warszawa Grand buchte. Letztes Jahr hatte ich mich für das Mercure Warszawa Centrum entschieden, dieses Mal für das andere zentral gelegene Mercure-Hotel.

Das Hotel befindet sich einen knappen Kilometer vom Hauptbahnhof (Warszawa Centralna) entfernt. Kann man also entspannt zu Fuß gehen oder nimmt sich halt ein Taxi, aber bei dem teils recht starken Verkehr in der Gegend um den Hauptbahnhof ist man manchmal zu Fuß schneller.

Schon von außen wirkt das Hotel recht imposant, auch wenn der Baustil vielleicht nicht jeden ansprechen mag. Aufgebaut ist das Gebäude in Form eines U, wobei der vorne zur Hauptstraße zeigende Teil einige Stockwerke mehr beherbergt als die beiden Seitenflügel des Hotels.

Mercure Warszawa Grand

Ich hatte ein Standardzimmer zu einer um 40 % reduzierten Rate zuzüglich Frühstück gebucht. Dafür habe ich für beide Nächte zusammen 96 € und ein paar Cent gezahlt. Als Platinum-Kunde bei Accor bekam ich aber ein kostenloses Upgrade in ein Superiorzimmer, das mit ca. 30 qm wirklich riesig war. Ich habe versucht das Zimmer auf ein Bild drauf zu bekommen, es ist mir leidlich gelungen.

Mercure Warszawa Grand

Das Zimmer war sehr chic eingerichtet. Das war auch einer der Gründe betreffs der Hotelauswahl gewesen. Das große Bett hatte mehr als genug Kissen, war sehr bequem, wobei die Matratze ein klein wenig härter hätte sein können. Aber das ist halt immer Ansichtssache. Ein ausreichend großer Schreibtisch bot genug Platz um mich da ausbreiten zu können. Zwei Steckdosen waren dort auch vorhanden, ebenso befand sich eine Steckdose am Bett, aber recht weit unten. Das Zimmer war mit einer gut gefüllten Minibar ausgestattet und der ebenfalls vorhandene Kleiderschrank war groß genug dort auch seine Sachen für einen etwas längeren Aufenthalt unter zu bringen.

Mercure Warszawa GrandKommen wir zum Badezimmer. Das war sozusagen dreigeteilt. Ein separater Raum enthielt die Toilette. Dann war der Raum mit dem Waschbecken und Spiegel zu benennen, von dem aus man nicht nur in die Toilette gelangte, sondern ebenso in die separate Dusche.

Mercure Warszawa GrandDie wiederum hatte eine Glaswand mit Blick auf das Bett. Schon bei Twitter stellte ich fest, daß die Meinungen dazu unterschiedlich sind. Ich persönlich fand das cool und wer das nicht mag, der kann von außen noch einen blickdichten Vorhang vorziehen und dann guckt halt niemand beim Duschen zu. Ich hatte den Vorhand nicht zugezogen, aber bestand eh kein Bedarf, da ich alleine reiste und mir so eh niemand zuschaute. Die Abtrennung der Toilette fand ich aber gut, das sollten mehr Hotels haben.

Das Mercure Warszawa Grand hat auch noch einen Fitness-Bereich, den ich mir aber nicht angeschaut habe.

Stattdessen war mir ein gutes Frühstück wichtig, wenn ich schon tagsüber nur unterwegs bin. Der Frühstücksraum ist riesig und befindet sich im Erdgeschoss gegenüber der Rezeption. Da das Hotel über 300 Zimmer verfügt, ist es aber auch mal nicht so schlecht, daß der Frühstücksraum etwas größer ist. Das Büffett selbst ist jetzt nicht gigantisch groß, hat aber eine sehr gute Auswahl und das Personal achtet sehr darauf, daß immer alles schnell wieder nachgelegt wird. Der Kaffeevollautomat bietet auch verschiedene Kaffeespezialitäten. Sehr zu empfehlen auch die Pancakes. Ich habe das Frühstück an beiden Tagen dort wirklich genossen und es war jeweils ein sehr toller Start in den Tag.

Mercure Warszawa Grand

Sehr positiv in Erinnerung wird mir auch das Personal an der Rezeption bleiben. Ein früher Check-In (gegen 12.30 Uhr am Freitag) war ebenso problemlos möglich wieder Late Check-Out am Sonntag gegen 14 Uhr. So konnte ich am Sonntag erst nochmal durch Warschau tigern und meine Sachen im Hotelzimmer lassen.

Mercure Warszawa Grand

Mercure Warszawa GrandZum Hotel zugehörig ist die Hotelbar „Winestone“, die eine gute Auswahl internationaler Weine hat und das zu Preisen, die für so ein Hotel wirklich okay sind. Ein spezielles Angebot für 9,90 Zloty (knapp 2,50 € !!!) umfasste neben dem Glas Wein (weiß oder rot nach Wunsch) auch noch diesen kleinen Snack. Da lacht das Auge doch, oder?

Auch hier traf ich sehr freundliches Personal, wie ich die Polen allgemein als sehr freundliches Volk empfinde.

Alles in allem fand ich an dem Mercure Warszawa Grand wirklich nichts auszusetzen. Wirklich ein Hotel, das man bei einem Warschaubesuch unbedingt in die engere Auswahl nehmen sollte.

Zentrales Hotel in Hamburg: Ibis Hamburg City

Ibis Hamburg CityIm November hat ganz zentral, ca. 600 Meter vom Hauptbahnhof entfernt, das neue Ibis Hamburg City eröffnet. Jetzt fand die offizielle Einweihungsfeier statt und Accor Deutschland hatte mich dazu eingeladen.

Das Hotel hat 252 Zimmer, also keine Bettenburg. Allerdings ist ein neues Ibis Budget direkt angeschlossen, was die Zimmerzahl nochmals erhöht. Dazu mehr in einem separaten Blogbeitrag.

Mit dem Ibis Hamburg City hat Accor in Deutschland erstmals das neue „Sweet Room by Ibis“ Raumkonzept eingeführt. Die neu gestalteten Räume wirken um einiges freundlicher als das was man speziell aus den älteren Ibis Hotels kennt, die in den letzten Jahren noch nicht renoviert wurden.

Was gleich geblieben ist, ist das „Sweet Bed by ibis“, eines der für mich persönlich bequemsten Hotelbetten. Selbst in den Hotelbetten manch höherpreisiger Hotels habe ich schon schlechter geschlafen.

Ibis Hamburg City

Neu ist aber ansonsten vieles. So ist die Wand hinter dem Bett neu gestaltet und hebt sich mehrfarbig ab. Gefällt mir persönlich sehr gut, gibt dem Zimmer auch einen warmen Charakter. Auch die beiden Hängelampen sind neu. Die lassen sich übrigens ausschließlich über Knöpfe an der Lampe selbst ausschalten. Hätte man aber theoretisch auch an die Lichtschaltanlage (da komme ich noch zu) anknüpfen können.

Seitlich vom Bett sind Lichtschalter für die anderen Lampen und Steckdosen. 🙂 Letztere sind sinnvollerweise ungefähr in Kopfhöhe angebracht, sodaß man sein Smartphone usw. auch direkt auf die Ablageflächen neben dem Bett legen kann und sich beim an/abstöpseln nicht verrenken muß. Ich erwähne das deshalb explizit, weil ich erst kürzlich bei einer anderen Besichtigung eines nagelneuen Hotels das krasse Gegenteil gesehen habe.

Ibis Hamburg CityAuch der Schreibtisch ist neu gestaltet. Auf dem zugehörigen Stuhl lässt es sich bequem sitzen und direkt neben dem Schreibtisch befanden sich nicht nur weitere Steckdosen, sondern auch ein USB-Doppelport-Anschluss, mit dem man also gleichzeitig auch noch bis zu zwei Geräte via USB-Anschluss aufladen kann.

Ibis Hamburg CityDas ist ganz neu bei Ibis und auch sonst nicht wirklich weit verbreitet bisher in Hotels. Darf es aber gerne in Zukunft auch öfters geben.

Der Fernseher (LCD) enthält massig Fernsehsender, darunter auch mehrere Skyprogramme, die man ohne zusätzliche Kosten anschauen kann. Auch eine gute Auswahl an Radiosendern ist dort auf den hinteren Programmplätzen abgespeichert. Während meines Besuchs dort, gab es aktuell noch keine Programmliste welcher Sender auf welchem Speicherplatz zu finden ist. Diese sei aber, so versicherte man mir, in Arbeit.

Die für die Türöffnung benötigte Zimmerkarte wird auch benötigt um den Lichtstromkreis freizuschalten. Das Gute daran: die beiden Hängelampen am Bett funktionieren auch so (siehe oben) und auch die Steckdosen hängen da nicht mit dran. Man braucht also keine zweite Karte, wenn man während seiner Abwesenheit irgendwelche Geräte aufladen will. Ob der Fernseher da mit dranhängt weiß ich nicht, hab ich nicht getestet.

Ibis Hamburg CityDas Badezimmer samt Dusche und Toilette ist ausreichend groß, die Handtücher sind auch okay. Ich fand aber die grünen Waschbecken, wie z.B. im Ibis Hannover City, schöner. Aber hey, das ist Geschmackssache.

Die Zimmer sind allesamt klimatisiert, die Klimaanlage ist aber sehr leise. Fenster lassen sich zumindest anklappen, aber so schön ist das Umfeld nicht, daß man da unbedingt rausgucken will. 😉

Drei Fahrstühle bringen die Leute von oben nach unten und umgekehrt. Vollkommen ausreichend bei ca. 40 Zimmern pro Etage. Nett gemacht, die Frühstücksampel, die man im Aufzug findet und zeigt wann in der Regel am wenigsten los ist am Frühstücksbüfett. Ob es immer so stimmt, weiß ich nicht, aber das dürften wohl allgemeine Erfahrungen aus der Hotellerie sein.

Ibis Hamburg City

Zum Frühstück selbst. Das ist für ein Ibis wirklich toll und auch der Frühstücksraum selbst mit den bequemen Sitzbänken und Stühlen kann überzeugen. Kaffee gibts am Automaten, auch mehrere Kaffeespezialitäten. Das Frühstück selbst bietet eine recht große Auswahl an Brötchen, Brot, Marmelade, Wurst, Käse, Eiern, Obst usw. Verhungern wird hier also niemand.

Ibis Hamburg City

Was neu ist: es gibt keine Tabletts mehr. Man nimmt sich ganz normal seinen Teller, nichts mehr mit Tablett nehmen, alles drauf stellen und ggf. hinterher noch wegbringen. Das Geschirr wird vom Personal abgeräumt. Ist auch neu und wird sich wohl auch bei weiteren Neueröffnungen durchsetzen.

In der Hotellobby finden sich auch mehrere Sitzgelegenheiten, dazu ein paar PC’s mit Internetzugang. Auch Steckdosen findet man hier mehrere an den Sitzecken, man geht hier also durchaus mit der Zeit. Die Bar bietet ein kleines Angebot an Snacks und Getränken, wenn man den Abend im Hotel noch etwas gemütlich ausklingen lassen möchte.

Ibis Hamburg City

Was mir auffiel: das wirklich sehr freundliche Personal.

WLAN ist übrigens im gesamten Hotel kostenlos verfügbar. Wer etwas mehr Bandbreite möchte, kann kostenpflichtig das Premium-Wifi zum Preis von 6 € pro Tag dazu buchen. Kostenpflichtig ist auch eine Tiefgarage verfügbar. 9 € zahlt man dafür pro Tag. Kenne jetzt die Hamburger Parkgebühren nicht, aber klingt für Hamburg fair.

Die Preise fangen im Ibis Hamburg City bei 59 € an, können aber auch mal höher liegen, wie überall halt. Frühstück kostet 10 € pro Person. Ist der Standardpreis für Frühstück in den deutschen Ibis-Hotels und absolut fair.

Für mich ist das Ibis Hamburg City auf jeden Fall eine Wiederholung wert, was auch an der für mich als Bahnfahrer sehr guten Lage zum Hauptbahnhof liegt.

Übrigens, dieser Artikel wäre genauso positiv und umfangreich ausgefallen, wenn ich nicht eingeladen worden wäre. Gute Hotels bekommen bei mir gute Bewertungen, schlechte Hotels schlechte Bewertungen, egal wer letztlich die Hotelrechnung bezahlt.

Hotel in Stuttgart Vaihingen: Pullman Stuttgart Fontana

Die Reisemesse CMT war der Grund einer Reise nach Stuttgart und da Hin- und Rückfahrt nicht in dem gewünschten Zeitrahmen an einem tag möglich gewesen wären, reiste ich einen Tag früher an und übernachtete in Stuttgart.

Aufgrund eines Sonderangebots bei Accor buchte ich mir ein Zimmer im 4 Sterne Superior-Hotel Pullman Stuttgart Fontana, das sich direkt am Bahnhof in Vaihingen befindet. Auf 13 Etagen verteilt, ist das Pullman nicht unbedingt ein kleines Hotel.

Gleich nach Betreten der Hotellobby konnte man sich eines edlen, wenn auch nicht mehr ganz modernen, Umfeldes bewußt werden. Viel wird mit Holz, Teppichen und Goldverzierungen gearbeitet, ein Stil der heute eher nicht mehr modern ist, dem Hotel an sich aber gut steht, eine gewisse noble Ruhe ausstrahlt und mir persönlich recht gut gefallen hat. Wer mehr auf deisgnermäßig gestylte Nobelhotels steht, würde wohl eher enttäuscht werden. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Aufgrund meines Platinstatus beim Accor LeClub Kundenprogramm, bekam ich ein Zimmer im 11. Stock, kostenfreie Minibar, Premium-Wifi gratis, einen Gutschein für ein Begrüßungsgetränk, später noch einen kleinen Snack und am anderen Morgen hing ein Beutel mit der aktuellen Ausgabe einer regionalen Tageszeitung an meiner Zimmertür.

Auch das Zimmer (Classic Room), hatte diesen etwas älteren noblen Touch, aber wie gesagt, mir gefiel es recht gut. Neben der bereits erwähnten Minibar, fand sich auch ein Wasserkocher samt Tee und Kaffee auf dem Zimmer.

Das Badezimmer war mit Badewanne und integrierter Dusche ausgestattet. Desweiteren waren Shampoo, Body Lotion und Duschgel einer amerikanischen Marke vorhanden. War ganz angenehm, auch vom Duft her.

Da das Wetter eher suboptimal war, nutzte ich die Gelegenheit den Spa-Bereich des Hotels in Beschlag zu nehmen, wo es während meines Besuchs recht leer war. Der Spa-Bereich befindet sich im 1. OG, des Hauses und besteht aus Pool, Sauna, Fitnessbereich, Massagebereich und einem Ruheraum sowie einer Freifläche. Umkleidekabinen stehen zur Verfügung. Von 6 Uhr morgens bis 22 Uhr können Hotelgäste den Spa-Bereich kostenfrei (außer Massagen u.ä. Anwendungen) nutzen.

Handtücher sind dort unten ausreichend vorhanden, Bademantel und Badeslipper werden vom Pullman gerne zur Verfügung gestellt. Ich fand das recht angenehm dort, wobei das Wasser im Pool auch gerne 2-3 Grad wärmer hätte sein dürfen, ist aber sicher auch Ansichtssache und wird von mir nicht negativ bewertet.

Die Hotelbar befindet sich, ebenso wie das Hotelrestaurant, im Erdgeschoss, wo sich auch weitere Veranstaltungsräume befinden. Die Hotelbar ist nicht sehr groß, aber recht gemütlich eingerichtet.

Das Frühstücksbüfett war für mich besonders spannend, da ich selbiges noch nicht kannte, war mein erster Übernachtungsbesuch in einem Pullman Hotel.

Ganz ehrlich: ganz großes Kino! Eines der besten Hotelfrühstücksangebote der letzten Jahre. Positiv aufgefallen so zum Beispiel der Honig, den es zum einen in kleinen Gläsern gab, aber es war auch eine echte Honigwabe aufgestellt und man konnte mit einem Löffel sich den Honig auch direkt dort rausmachen. Also noch natürlicher gehts eigentlich nicht!

Dazu gab es auch extra einen Bereich mit gluten- und laktosefreien Produkten, da geht man auch mit der Zeit. Lecker fand ich auch die diversen Brötchen und die Smoothies. Hach, ich wäre am liebsten stundenlang dort sitzen geblieben.

Ja, ich war eigentlich rundherum zufrieden, nur ein paar Kleinigkeiten trübten den ansonsten sehr positiven Gesamteindruck.

Im Zimmer fanden sich lediglich zwei bequem erreichbare Steckdose. Das dürfte für manch einen etwas knapp bemessen sein. Da ich aber immer eine Vielfachverteilersteckdose dabei habe, war das ausreichend für mich.

Die Bettdecke war etwas „wild“ zusammengelegt. Da hat wohl auch die Hausdame bei der Zimmerabnahme nicht so genau hingeschaut. Sollte eigentlich in so einem Hotel nicht vorkommen, naja. 😉

Was mich etwas mehr störte war zum einen die Dame an der Rezeption beim Checkin. Die hat mächtig ernst geschaut, dabei kostet doch ein nettes Lächeln wirklich nicht viel. 🙁 Die Kollegin beim Checkout war da bedeutend freundlicher und hat auch gelacht mit mir. Das fand ich richtig toll.

Auch die Bedienung an der Hotelbar war wohl nicht so gut drauf. Sie schaute auch sehr ernst und stellte mir den bestellten Wein wortlos hin, ohne mich dabei anzuschauen. Menno, so schwer ist das mit dem freundlich gucken doch gar nicht. Mädels, das bekommt ihr bitte beim nächsten Besuch von mir besser hin.

Trotz allem war ich ansonsten sehr zufrieden und ja, es besteht die gute Chance, daß ich zum Wiederholungstäter werde. 😉

Übernachten in Berlin: fjord Hotel Berlin

Auf Einladung einer Versicherungsgesellschaft war ich in Berlin, u.a. um ein Interview auf dem Bitkom Trendkongress zu machen. Da die Anreise bereits tags zuvor erfolgen sollte, hatte man mir ein Zimmer im fjord Hotel Berlin reserviert.

Das fjord Hotel befindet sich ca. 800 Meter vom Potsdamer Platz entfernt in einer ruhigen Nebenstraße, integriert in einen Gebäudekomplex der neben dem Hotel auch noch normale Wohnungen umfasst. Wer das Zimmer direkt über die Webseite bucht, bekommt gleich beim Checkin einen Getränkegutschein. Ich hab zwar einen bekommen, ihn dann aber aus Zeitgründen doch nicht in Anspruch genommen.

fjord hotel Berlin

Das Zimmer war sehr groß, das hat mich durchaus überrascht. Neben einem Doppelbett, gabs einen kleinen Schreibtisch und ein Sofa, sowie eine Garderobe im Raum. Das Badezimmer mit dusche war dagegen sehr klein.

Auffallend war der braune flauschige Teppich der im ganzen Zimmer lag und somit dafür sorgte, daß es nicht fußkalt war. Die Matratze war recht hart, für mich eigentlich ideal. Tippe mal drauf, daß die noch recht neu war. Also alles soweit okay?

Nee, nicht ganz. Der eigentlich positive Gesamteindruck wurde durchaus getrübt.

Zimmer:

fjord hotel BerlinIrgendann fühlte ich etwas komisches am Fuß. Genau, da lag ein Stück Plastefolie auf dem Teppich, die der Staubsauger nicht erwischt hatte. Sowas sollte eigentlich nicht passieren. Da hat der Zimmerservice versagt.

Das kostenfreie WLAN konnte mich leider absolut nicht überzeugen. Immer wieder kam es zu Aussetzern und manche Webseite musste ich mehrmals aufrufen, damit sie einmal dann irgendwann geladen wurde. Sowas dann mitten in Berlin, das überrascht dann durchaus negativ.

Störend empfand ich auch die beiden getrennten Matratzen im Doppelbett. Ja, ich bevorzuge eine durchgehende Matratze und mag keine Besucherritze im Bett.

Dem Fernseher fehlte die Programmliste und so musste ich mich erst ewig durchklicken um nach Radiosendern zu suchen, um dann festzustellen, daß die nicht eingespeist waren. Also kein Radio. :/

Steckdosen sind auch so ne Sache für sich. Am Bett befanden sich zwei Stück, doch wer am Schreibtisch sitzen und arbeiten möchte, der darf erst unter den Schreibtisch kriechen, weil sich dort noch eine Steckdose versteckt. Oder halt nen Kabel vom Bett zum Schreibtisch verlegen. Das geht wirklich besser und ich werde nie verstehen, weshalb Hotels bei der Einrichtung der Zimmer so etwas nicht im Auge haben.

Badezimmer:

fjord hotel BerlinBadezimmer sind so ne Sache für sich. Ja, das hier war sehr klein, aber dennoch ausreichend. Die Dusche hatte aber was, das ich gar nicht mag: Duschvorhänge. Duschvorhänge sind in meinen Augen eher unhygienisch. Außerdem muß man aufpassen wie man sich in der Dusche bewegt, sonst klebt gleich der feuchte Duschvorhang am Körper dran. Davon abgesehen, schafft man es so recht einfach das gesamte Badezimmer unter Wasser zu setzen. Ja, sowas regt mich auf. Bitte liebe Hoteliers, gönnt euren Gästen vernünftige Türen in der Dusche.

So gemütlich es eigentlich in dem Zimmer war, aber diese Kritikpunkte meinerseits haben den Gesamteindruck doch stark geschmälert.

fjord Hotel Berlin - Frühstück fjord Hotel Berlin - Frühstück

Positiv in Erinnerung blieb mir dagegen das Frühstück. Es war zwar zeitweilig im Frühstücksraum im Erdgeschoss etwas gut gefüllt, aber letztlich saß ich dennoch bequem. Für das Frühstück werden hier 12,50 € pro Person verlangt. Das kleine Büfett hat dennoch allerhand zu bieten: Wurst, Käse, Quark, Kuchen, Müsli, Croissants, Rührei, Minifrikadellen, verschiedene Fruchtsäfte und Kaffeespezialitäten und Tee und und und…. Alles war sehr schön angerichtet, hat gut geschmeckt und so konnte ich dann recht gut genährt auschecken.

Fazit: Nettes Hotel, von dem ich jedoch abrate, wenn man wert auf ein gut funktionierendes WLAN legt. Das würde mich jetzt auch davon abhalten dort selbst was zu buchen, obwohl das Zimmer und das Frühstück doch größtenteils positiv in Erinnerung blieben.