Thüringische Küche in Erfurt: Restaurant „Zum Wenigemarkt 13“

Ein mehrtägiger Aufenthalt in Erfurt über Ostern führte dazu, auch mal etwas essen zu müssen. Für einen der beiden Abende hatte ich das zentral gelegene Restaurant „Zum Wenigemarkt 13“ ins Auge gefasst. dessen Adresse auch gleichzeitig der Restaurantname ist – irgendwie praktisch. Das Restaurant bietet einheimische Küche an und das doch zu sehr fairen Preisen. Da gerade Ostern war hatte ich wohl großes Glück noch einen freien Tisch zu bekommen, denn es war ansonsten fast alles reserviert.

Restaurant "Zum Wenigemarkt 13" Erfurt

Das Restaurant teilt sich in zwei Räume auf, die separate Eingänge besitzen. Das Kaminzimmer, wo auch ich saß, ist einmal um die Ecke herum. Sicherlich etwas ungewöhnlich, aber wenn man es weiß, ist das kein Problem. Die Speisekarte ist regional ausgerichtet, was sich auch auf die Weinkarte niederschlägt. Das Personal ist freundlich und hilfsbereit.

Restaurant "Zum Wenigemarkt 13" Erfurt

Restaurant "Zum Wenigemarkt 13" Erfurt

Die als Vorsuppe bestellte Tomatensuppe war lecker, kam aber nicht ganz an selbige heran, die ich im Januar in Wroclaw aß. Als Hauptgericht gab es Rinderroulade mit Rotkohl und Thüringer Klößen. Geschmacklich war das Essen wirklich gut, die Portionsgröße war okay, auch wenn es gerne noch etwas mehr hätte sein dürfe. Allerdings empfand ich, daß das Essen durchaus ein klein wenig heißer hätte sein dürfen. Das war so das einzige Manko, was ich hier dran fand. Satt geworden bin ich aber auf jeden Fall und der zum Abschluss gereichte Espresso tat auch gut.

Alles in allem ein Restaurant, in das ich durchaus wieder einkehren würde, wenn ich mal wieder in Erfurt bin. Das Preis-Leistungs-Verhältnis hat gepasst.

Café in Warschau: Pożegnanie z Afryka

Auf meiner Tour durch Warschau bekam ich nach einem langen Museumsbesuch etwas Hunger. Da es bereits Nachmittag war, entschied ich mich ein Café zu suchen und stieß dann zufällig auf das „Pożegnanie z Afryka„.

Pożegnanie z AfrykaDas Café ist von außen recht unscheinbar, was mich aber wohl gerade anzog. Geht man rein steht man in einem kleinen Raum, der bei meinem Besuch recht gut mit Gästen an den wenigen Tischen gefüllt war. Durch einen schmalen Gang gelangt man in einen weiteren Raum, wo ich mich dann niederließ und so auch einen Blick auf die Theke hatte.

Das „Pożegnanie z Afryka“ gibt es in Warschau in der ul. Freta bereits seit Ende 1993 und das es heute noch existiert kann als ein gutes Zeichen gewertet werden. Es gehört zu einer kleinen Kette, die über ganz Polen verteilt ist. Einen Kettencharakter sieht man dem urgemütlichen Café beileibe nicht. Letzteres habe ich auch erst bei der Recherche zu diesem Artikel herausgefunden.

Pożegnanie z AfrykaIn diesem schnuckeligen Café kommt der Kaffeetrinker wirklich auf seine Kosten. Es gibt zahlreiche verschiedene sortenreine Kaffee’s. Kaffee ist in Polen, im Vergleich mit anderen Getränken, eh etwas teurer, doch auch wenn die Lage im Touristenviertel von Warschau inkludiert, bleiben die Preise dennoch auf einem sehr fairen Niveau.

Der Kaffee wird je nach Wunsch des Gastes aufgebrüht. Ich bekam meinen Kaffee in einer kleiner Kanne, dazu eine Espressotasse. Alles in allem war das ein sehr wohlschmeckender Kaffee, auch wenn ich kein Kaffee-Experte bin. Dazu gabs für mich ein Glas trockenen Weißwein, der dort spottbillig ist (150 ml für 6 zl, also ca. 1,50 €), aber beileibe nicht billig schmeckt.

Und dann der am Thresen in einer Glasvitrine angebotene Kuchen. Nicht nur die Größe der Kuchenstücke, sondern auch deren Geschmack konnte mich überzeugen. Dazu noch das freundliche Personal, das auch englisch spricht – was aber in Warschau sowieso recht normal in der Gastronomie ist.

Alles in allem war ich von diesem kleinen unscheinbar wirkenden Café schwer begeistert. Für das Kännchen Kaffee, das Glas Wein und zwei Stück Kuchen habe ich zusammen 46 Zloty bezahlt, das sind ca. 11,22 € zu diesen Zeitpunkt gewesen. Sicher kein billiges Schnäppchen, aber unter Zugrundelegung der Tatsache, daß wir hier von sortenreinem Kaffee sprechen und der Lage im Touristeneinzugsgebiet einer europäischen Hauptstadt auch alles andere als teuer.

Wer mal nach Warschau kommt, dem sei dieses Café wirklich ans Herz gelegt.

Restaurant in Warschau: Browar de Brasil

Nahe meines Hotels suchte ich ein Lokal, in dem ich zu Abend essen konnte. Trotz eher durchschnittlicher Bewertungen im Netz entschied ich mich für das „Browar de Brasil“ in der ul. Marszałkowska 76/80. Das Restaurant war einfach nur recht günstig von meinem Hotel aus gelegen und das gab dann den Ausschlag.

Browar de BrasilDas Lokal befindet sich an einer gut befahrenen Straße, an einer Kreuzung und ist eigentlich nicht zu verfehlen. Als wohl eines der wenigen Restaurants ist dort anscheinend keine Kartenzahlung möglich, so die Auskunft, obwohl ich beim Rausgehen später auch die Kreditkartenabzeichen sah. Aber nicht so dramatisch, denn gleich nebenan ist ein Geldautomat.

Das Lokal geht über zwei Etagen. Ich saß im Erdgeschoss, wo einige Plätze im Innenraum sind, der auch mit Fernsehern ausgerüstet ist und Sportsendungen überträgt, und einige über Eck im Außenraum, wo auch ich für mich einen freien Tisch fand. Das Publikum würde ich eher als jünger (20-35) einschätzen.

Sehr schnell kam die Speisekarte und ich bestellte mir eine Vorsuppe, einen Burger und einen Caipirinha. Letzter war recht klein und hat mich nicht wirklich überzeugt. Die Vorsuppe war der Hammer und da hätte ich auch gerne noch eine zweite Portion von gegessen. Da freute ich mich dann schon auf den Burger. Der hat dann aber doch eher enttäuscht. Man sieht schon auf dem Foto wie lieblos er angerichtet war. Das Fleisch war zwar gewürzt, konnte mich aber in der Geschmacksrichtung irgendwie gar nicht überzeugen.

Browar de Brasil

Ich war hinterher satt, aber wirklich gemundet hat es mir nicht. Wiederholungsgefahr bei einem nochmaligen Warschau-Besuch tendiert daher gegen null. Wer nur nen Bier trinken will und dabei vielleicht noch polnische Sportsendungen schauen will, der ist da (vielleicht) richtig, aber wer gut essen will, der sollte definitiv woanders hingehen. Da hat Warschau wirklich besseres zu bieten.

Kumara Soulfood Bio Bistro in Halle (Saale)

Ich war geschäftlich in Halle (Saale). Sonst zieht einen Magdeburger ja eher wenig dahin. 😉 Mein Gesprächspartner lud mich ins „Kumara Soulfood“ ein, ein ganz kleines Bistro mit gerade mal zehn Sitzplätzen. Während das Bistro von außen etwas runtergekommen wirkt, erwartet einen innen dann aber etwas ganz anderes.

Kumara Soulfood

Doch zuerst einmal das Konzept des „Kumara Soulfood“ kurz erklärt.

Hier ist wirklich alles Bio. Das Bistro hat sich dafür extra zertifizieren lassen und darf daher auch nichts verkaufen, was nicht bio ist. Egal ob die Zutaten zu den Gerichten oder die Getränke, hier ist alles bio. Bio, regionale Produkte und alles frisch zubereitet – das klingt erstmal nach teuer. Doch in diesem Punkt wird man eher enttäuscht, die wohl einzige wirkliche Enttäuschung, die man hier erleben kann.

Kumara SoulfoodAufgrund dieser Ausrichtung gibt es neben einigen ständigen Gerichten auch täglich wechselnde Gerichte, je nachdem was an Gemüse gerade Saison hat und zu bekommen ist. Aktuell gibt es zum Beispiel einiges mit Rote Beete. Habe ich aber nicht probiert, ist nicht so mein Ding.

Alle Gerichte sind, auch eine Besonderheit, erstmal ohne Fleisch. Auch hier wird auf Bio-Fleisch einer ortsansässigen Fleischerei zurückgegriffen. Bei meinem Besuch gabs Fleisch aus der Schweineschulter, was als Steak gebraten, aber in Streifen geschnitten, zubereitet wurde. Während ich den Text hier schreibe, könnte ich dort schon wieder hinfahren und mir was zu essen bestellen.

Ich drücks mal so aus: ich bin kein Gourmet. Aber was ich dort gegessen habe, war absolut genial. Lange habe ich nicht derart gut gegessen und war noch den ganzen Tag danach satt.

Kumara Soulfood

Die Bedienung war freundlich und hatte alle möglichen Tagesgerichte im Kopf, und das waren einige. Der auf dem mittleren Bild zu sehende kleine Kanonenofen war keine Attrappe, mit dem wurde das kleine Bistro tatsächlich geheizt.

Obwohl alles frisch zubereitet wurde, war die Wartezeit auf das Essen nicht übermäßig lang. Wäre ich nach dieser Portion nicht schon satt gewesen, ich hätte sicher noch eines der Desserts probiert, aber da ging bei mir nicht mehr rein in den Magen.

Das Essen kann man auch zum Mitnehmen bekommen und wer für eine Feier einen Caterer sucht, der ist bei Kumara Soulfood auch an der richtigen Stelle.

Kumara SoulfoodKumara Soulfood

Das kleine Bistro befindet sich in der Großen Steinstraße 34, in Halle (Saale).

Öffnungszeiten Kumara Soulfood:

Mo – Fr 11 Uhr – 15 Uhr
Freitag zusätzlich 17.30 Uhr – 21.30 Uhr

Demnächst zieht das Kumara Soulfood innerhalb von Halle um. Dann steht mehr Platz zur Verfügung, auch die Öffnungszeiten werden dann wohl ausgeweitet und es gibt dann auch alkoholische Getränke, die aktuell nicht verkauft werden dürfen.

Fazit: Wer Bio-Produkte mag, der kommt in Halle nicht umhin mal im Kumara Soulfood vorbei zu schauen. Tolles, leckeres Essen zu fairen Preisen.

Café „Alt Magdeburg“ im Hundertwasserhaus

Das Hundertwasserhaus in Magdeburg ist das letzte von Friedensreich Hundertwasser entworfene Gebäude. In ihm befindet sich, neben Wohnungen, einem Hotel und diversen Läden, auch das Café „Alt Magdeburg“.

Café Alt Magdeburg

Das Café, welches täglich von 10 – 18 Uhr geöffnet hat, befindet sich auf der dem Landtag zugewandten Seite und ist somit vom Straßenlärm weitgehend abgeschnitten. Das ist auch gut so, denn so kann man bei schönem Wetter auch draußen sitzen: entweder im Innenhof des Hundertwasserhauses oder rückwärtig auf der Freifläche zwischen Hundertwasserhaus und Landtag. Es kam halt nur ständig Touristen an einem vorbei wenn man draußen sitzt.

Café Alt MagdeburgDrinnen ist das Café „Alt Magdeburg“ seinem Namen entsprechend eingerichtet. Der große Raum bietet einen ebenso recht großen Tresen, wo die Torten und Kuchen präsentiert werden. An den Wänden findet man, egal wohin man schaut, unzählige Fotos und Grafiken von früher und so kann man sich als Besucher ein Bild davon machen, wie es vor dem Krieg in Magdeburg aussah.

Den Kuchen, der sehr lecker aussah, sucht man sich vorab am besten am Tresen auf. Bestellung gibt man dann aber direkt am Tisch auf. Die Preise für Kuchen und Getränke sind ortsüblich. Es ist auch eine gute Teeauswahl vorhanden. Die Bestellung kam auch recht schnell und der Kuchen, schwedischer Apfelkuchen, hat wirklich gut geschmeckt. Kalorien hab ich nicht gezählt, dürften aber ne Menge gewesen sein. 😉

Café Alt Magdeburg

Alles in allem ein sehr angenehmes Café mit ortsüblichen Preisen, wo man gemütlich sitzen und den Alltag vergessen kann. Werde ich sicherlich nicht zum letzten Mal gewesen sein. 🙂