Amorinio Ice Cream & Grand Café in Wroclaw

Beim Spaziergang durch Wroclaw entdeckte ich nahe dem Marktplatz das Amorinio Ice Cream & Grand Café, das beim Blick durch das Fenster einladend auf mich wirkte. Es war recht leer in dem geräumigen Cafe, doch die Auslagen konnten mich sofort überzeugen, daß die Entscheidung wohl richtig sein dürfte.

Das freundliche Personal erkannte sehr schnell, daß ich wohl kein Einheimischer sei und brachte mir eine in englisch und deutsch abgefasste Speisekarte. Das ist übrigens etwas, daß ich in Polen überall erlebte. Zumindest in englisch sind überall Speisekarten verfügbar, in vielen Lokalen aber auch auch in deutsch, auch wenn die Menschen sonst nicht unbedingt gerne deutsch verstehen wollen.

Ich entschied mich für einen Cappuccino Argentino, ein Stück Schokoladentorte und Eierkuchen (Pancakes) mit frischen Früchten und Sahne.

Amorinio Ice Cream & Grand Café

Der Eierkuchen war riesig und eigentlich hätte ich den Kuchen nicht mehr benötigt, denn schon nach dem Verzehr des Eierkuchens hätte man mich eigentlich aus dem Café kugeln können. Nett angerichtet und dazu noch megalecker. Danach verdrückte ich dann noch den Schokoladenkuchen – wie passte der eigentlich nach der Portion davor noch rein? – und war nicht nur total satt, sondern auch sehr zufrieden.

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Zufrieden auch, weil es draußen gerade etwas stürmte und ich im warmen saß. ;) Wie überall in Polen gab es auch hier kostenloses Wifi im Café. Das Passwort schrieb mir die sehr nette Bedienung auf und so konnte ich stabil und schnell durchs Netz surfen. Die gemütliche Inneneinrichtung, das sehr nette Personal, die über jeden Zweifel erhabenen Speisen und Getränke – im Amorinio fühlte ich mich rundum wohl.

Amorinio Ice Cream & Grand Café

Preislich kann man sowieso nicht mecker. ich habe für alles zusammen gerade mal 38 Zloty bezahlt, das sind weniger als 9 €. In Deutschland hätte ich das wohl fast alleine schon für die Eierkuchen bezahlt, wenn man sich die Größe der Portion anschaut.

Wer nach Wroclaw kommt und Appetit auf Süßkram hat, dem kann ich daher das Amorinio Ice Cream & Grand Café nur ans Herz legen.

Reisen im Fernbus: DB IC Bus

Für die Rückfahrt von einem Wochenendausflug nach Wroclaw nutzte ich das DB IC Bus-Anagebot der Deutschen Bahn. Der Vorteil dabei ist, daß man den dafür benötigten Fahrschein wie eine normale Fahrkarte auf bahn.de kaufen kann und das auch gleich durchgehend bis zum eigentlichen Reiseziel. Ich hatte also eine gemeinsame Fahrkarte Wroclaw – Magdeburg über Berlin. Mit der kann man natürlich auch Bahn.Bonus-Punkte sammeln und es gelten auch die Fahrgastrechte bei Verspätungen usw.

Der eingesetzte Mercedes-Bus war pünktlich in Wroclaw. Im Gegensatz zum Personal bei Polskibus sprach man hier perfekt deutsch, das Personal war aus Deutschland. Der Bus war pünktlich, die Taschen wurden, ohne jegliche Kennzeichnung, im Inneren des Busses verstaut, dann erfolgte die Kontrolle der Fahrscheine. Zwar hatte ich eine Sitzplatzreservierung, der Bus war aber zu weniger als 50 % besetzt und so konnte man sich aussuchen wo man sitzen wollte.

Die Fahrt mit dem DB IC Bus verlief, im Gegensatz zur Hinfahrt mit Polskibus, ohne jegliche Pause. Während Polskibus vom ZOB in Berlin abfährt, steuert der DB IC Bus den Berliner Hauptbahnhof an. Das ist gut, wenn man noch weiter muß mit der Bahn. Die Fahrt verlief ohne Vorkommnisse. Im Bus werden auch Getränke verkauft, alkoholische Getränke dürfen aber nur auf deutscher Seite verkauft werden. Die Preise für Getränke sind auch sehr fair, dennoch hatte aber niemand was gekauft.

An den Rücklehnen des Vordersitzes sind kleine Ablagetische angebracht. Durchaus ein Vorteil, um das Smartphone, etwas zu essen oder auch ein Buch ablegen zu können. In der Seitenwand befindet sich eine Steckdose. Das ist insofern doof, weil die für beide Sitzplätze ist und wenn jemand am Gang sitzt, derjenige dann das Kabel über die Beine des anderen Reisenden führen müsste. Das ist also eher doof gelöst. Die Sitze selbst sind mit Stoff bezogen und sehr bequem. Da kann man es aushalten.

Das WLAN funktionierte, entgegen wie bei Polskibus, auf polnischer Seite nicht. Kurz nach Grenzübertritt ging es dann. Man nutzt also nur deutsche Simkarten, bei denen das Roaming deaktiviert ist. ;) Hat mich nicht weiter gestört, habe ich eben mit meiner polnischen Simkarte gesurft.

Auch durch den Wegfall der Pause war der Bus letztlich 30 Minuten vor Plan in Berlin Hbf. Dadurch konnte ich sogar noch eine Stunde früher als geplant weiter fahren. Auch mal ganz toll gewesen. Was weniger toll war, war kurz vor Ende der Fahrt die Ansage, wer mag könne doch einen kleinen Obulus in eine aufgestellte Schüssel werfen. Sorry, aber so eine Bettelei gehört sich nicht und habe ich auch bei anderen Fernbusunternehmen noch nicht erlebt.

Die Taschen und Koffer wurden dann einfach ausgeladen und jeder nahm sich einfach seins weg. Da hätte auch wieder einfach irgendwer ein fremdes Gepäckstück mitnehmen können. Das fand ich alles andere als toll.

Fazit: auch hier einige Kritikpunkte, die ich eigentlich so bei DB IC Bus nicht erwartet hatte.

Fernbus: Polskibus

Für die Fahrt nach Wroclaw nutzte ich, da die Deutsche Bahn den EC gestrichen hat, einen Fernbus. Zeitlich für mich am günstigsten gelegen war das Angebot von Polskibus, einem polnischen Anbieter.

Wer jetzt mit einem alten klapprigen Etwas gerechnet hat, der wäre enttäuscht worden, denn das rote Gefährt was da auftauchte war alles andere als alt und klapprig.

Das Gepäck kommt nach unten. Jeder Reisende hat ein großes Gepäckstück kostenlos mit dabei. Da kommt ein Streifen mit ner Nummer dran und einen Schnipsel davon bekommt man ausgehändigt. Danach zeigt man am Einstieg seinen Fahrschein vor und hat dann freie Platzwahl.

Polskibus

Das Personal spricht nicht wirklich deutsch, mit polnisch oder englisch kommt man da weiter, wenn man was wissen will. Auch die automatischen Ansagen sind lediglich in englisch und polnisch verfügbar.

Das angebotene Gratis-WLAN hat auf deutscher Seite absolut nicht funktioniert. Hinter der Grenze, wo der Bus eine viertelstündige Pause machte, kam man dann ins WLAN rein. Aber auch dann ging es nicht immer so wirklich, sodaß ich die während der Pause gekaufte polnische Simkarte mit LTE-Datentarif bevorzugt nutzte.

PolskibusDie roten Ledersitze waren durchaus bequem, wenn auch teilweise nicht mehr ganz neu. Was fehlte war ein kleiner Ablagetisch. Alle Sitze waren mit Zweipunktgurten versehen.

Was die Fahrzeiten anbelangte war der Bus absolut pünktlich. Ausgelastet war der Bus zu weniger als 50 % übrigens, zumindest auf dem Abschnitt bis Wroclaw. Keine Ahnung wie die Auslastung auf dem weiteren Reiseweg war, denn der Bus für noch weiter.

Was negativ auffiel, war beim Ausstieg, daß sich jeder ohne Kontrolle einfach nen Koffer nehmen konnte. Ich hätte, wenn ich gewollt hätte, sicher neben meiner eigenen Tasche auch noch nen weiteren Koffer rausbugsieren und mitnehmen können. Das sollte so eigentlich nicht der Fall sein, denn dann bräuchte man die Schilder auch nicht dran machen.

Positiv dagegen der Preis. Für die etwas mehr als vierstündige Fahrt von Berlin nach Wroclaw habe ich ca. 7,50 € bezahlt. Ich glaube, ich war im Bus übrigens der einzige Deutsche, der Rest der Fahrgäste dürften alles Polen gewesen sein. Das dürfte wohl auch an der nicht in deutsch verfügbaren Webseite von Polskibus liegen, was einige davon abhält darüber Fahrscheine zu erwerben.

Luxushotel in Wroclaw: Sofitel Wroclaw Old Town

Sofitel Wroclaw Old TownEin Sonderangebot von Accor brachte mich dazu zwei Nächte im 5-Sterne-Hotel Sofitel Wroclaw Old Town zu buchen. Wroclaw als Stadt hatte ich eh auf meiner Besuchsliste stehen und so griff ich zu.

Das Sofitel Wroclaw Old Town liegt unmittelbar neben dem Marktplatz von Wroclaw, zentraler geht es also gar nicht. Das moderne Hotel ist von der Bauweise her schon dadurch sehr interessant, da sich die Lobby mit der Rezeption im offenen Atrium befindet. Mal etwas anderes, kannte ich in dieser Form bisher noch nicht. Das Personal dort spricht neben polnisch auch englisch, teilweise sogar deutsch.

Sofitel Wroclaw Old Town

Ich hatte ein Classiczimmer gebucht, bekam aber mit Hinblick auf meinen Platinstatus bei Accor auf Nachfrage ein Upgrade in ein Luxuryzimmer.

Sofitel Wroclaw Old TownDas Zimmer war 24 qm groß und unterschied sich vom Classiczimmer in Teilen der Ausstattung. So enthielt es neben einem Wasserkocher und Tee sowie Kaffee auch eine Nespressomaschine, eine Bose-Soundanlage und auch der Inhalt der Minibar war gratis. Außerdem ging der Blick nicht ins Atrium, sondern zur Straße raus auf ein sehr schön saniertes Gebäude gegenüber.

Das riesige französische Bett war sehr bequem, jedoch hätte für meinen persönlichen Geschmack die Matratze einen Tick härter sein können.

Das Badezimmer war mit einer Badewanne mit integrierter Dusche ausgestattet. Hier auch herausragend: die Shampoos von L’Occitane.

Sofitel Wroclaw Old TownHerrlicher Duft und spätestens wenn man sich mal im Geschäft die Preise dafür anschaut, weiß man, daß das kein billiger Plunder ist.

WLAN war im ganzen Haus gratis und wurde über zwei offene WLAN-Kanäle bereitgestellt. Der eine, dessen Name mit Großbuchstaben geschrieben wurde, war für meine Begriffe jedoch schneller.

Sofitel Wroclaw Old Town

Das Sofitel Wroclaw verfügt im obersten Stockwerk über einen Wellnessbereich mit Sauna und Whirlpool und einigen Fitnessgeräten. Ich war nur kurz oben, fand es aber recht angenehm. Der Wellness-Bereich steht allen Hotelgästen kostenfrei zur Verfügung.

Sofitel Wroclaw Old Town

Sofitel Wroclaw Old TownIm 1. OG befindet sich das große Hotelrestaurant wo es auch Frühstück gibt. Ich war total überrascht, denn das war an beiden Tagen sehr leer dort. Entweder war allgemein gerade wenig los im Hotel oder die Frühstücken alle aufm Zimmer oder ich war für polnische Verhältnisse zu früh dort.

Sofitel Wroclaw Old TownKeine Ahnung, aber so war es wenigstens sehr ruhig dort. Das Frühstücksangebot war sehr reichhaltig. In einer Schauküche wurden Omelett, Rührei usw. auf Wunsch zubereitet. Mein Omelett mit Paprika und Schinken war wirklich toll. Was mir fehlte war Prosecco, aber da hätte ich vielleicht nur mal fragen müssen.

Auffällig auch, daß es keine Margarine gab. Butter, ein kleines 20 Gramm-Stück, wurde gemeinsam mit einem Smothie gleich zu Beginn gebracht. Man konnte aber auch noch Butter nachordern. Trotzdem ein mir bis dato in der Form unbekanntes Ritual, aber schön wenn nicht überall alles gleich ist.

Sofitel Wroclaw Old Town

Ansonsten gab es alles, was man so kennt: diverse Sorten Brot und Brötchen, Joghurt, Marmeladen, Wurst, Kuchen, Croissants. Kaffee und Tee wurde nach Wunsch serviert. Der Kaffee kam in einer French Press. Das empfand ich als sehr angenehm.

Angenehm auch das Personal im Restaurant, besonders die junge Dame asiatischer Herkunft ist mir da positiv im Gedächtnis geblieben.

Meinen Willkommensdrink nahm ich in Form eines Glas Weins in der Hotelbar ein, die auch sehr leer war. Dazu gab es eine Etagere mit diversem Knabberzeugs. Man sitzt dort, im Erdgeschoß, sehr bequem und auch hier ist das Personal sehr freundlich. Der kredenzte Wein war auch wirklich gut.

Also nichts zu meckern?

Nun ein paar kleine Kritikpunkte habe ich durchaus gefunden. Dabei möchte ich aber immer zu bedenken geben, daß wir von einem 5 Sterne-Hotel reden und ich da dann doch etwas kritischer bin. Allerdings sollte man auch bedenken, was ich gezahlt habe, nämlich knapp 47 € pro Nacht inklusive Frühstück.

Sofitel Wroclaw Old Town

Der Empfang:

Ich bin Platinmitglied beim Kundenprogramm von Accor. Daher habe ich Anspruch auf bestimmte Zusatzleistungen. Das Zimmerupgrade gab es erst auf Nachfrage. Erst meinte man mit einem Classicstatus steht mir kein Upgrade zu. Ich verwies dann nochmal auf meine Karte wo eindeutig Platin drauf stand und dann bekam ich das Upgrade. VIP-Threatment gemäß den Richtlinien des Kundenprogramm gab es keines.

Auch meinte man, ich hätte kein Frühstück gebucht und da musste ich dann erst die Bestellbestätigung in der App zeigen um nachzuweisen, daß bei meiner Buchung das Frühstück kostenlos inkludiert war.

Im Zimmer gab es nur eine freie Steckdose, alle anderen waren belegt. Da ich meine Mehrfachsteckdose dabei hatte, war das für mich kein Problem, aber fand ich dennoch anno 2015 etwas wenig.

Die verbrauchten Nespressokapseln wurden durch den Zimmerservice nicht wieder aufgefüllt. Die abgewaschene Espressotasse hatte der Zimmerservice dann im Bad stehenlassen. Hmpf, sollte eigentlich nicht passieren.

Am zweiten Tag war morgens beim Frühstück (kurz nach 8 Uhr) die Schauküche noch nicht besetzt. So gabs keim Omelett für mich. :(

Die kleinen Negativpunkte sind sicherlich jammern auf sehr hohem Niveau, aber wir reden hier wie gesagt von 5* und nicht von 2*.

Empfehlen kann ich das Sofitel Wroclaw Old Town dennoch und würde es jederzeit wieder buchen.

DB Lounge Dresden Hauptbahnhof

Eine der kleineren, für mich persönlich aber schönsten, DB Lounges ist die in Dresden Hauptbahnhof. Die Lounge befindet sich direkt oberhalb des Querbahnsteigs und ist aus dem Mittelgang auf über eine Treppe erreichbar.

DB Lounge Dresden Hbf

Obwohl die Lounge sehr klein ist, ist sie trotzdem meine Favoritin. Das dürfte in erster Linie auch an dem Ausblick liegen, den man hier genießt. Aus den Fenster blickt man direkt auf die Gleisanlage des Hauptbahnhofs und kann dem Treiben da unten zusehen oder auf der anderen Seite in den Raum mit den Fahrkartenschaltern blicken.

DB Lounge Dresden HbfDie DB Lounge hat keinen 1. Klasse-Bereich, es gibt hier jedoch alkoholfreie Getränke sowie Kaffeespezialitäten zur Selbstbedienung. Auch eine Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften liegt bereit. Steckdosen sind leider Mangelware, da gibt es nur sehr wenige von. Mit ca. 20 Plätzen ist die DB Lounge in Dresden Hbf auch nicht sehr groß. Das Personal ist immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Wer zur Toilette muß der findet hinten eine Tür. Von dort gelangt man über eine Treppe zu den Toiletten. Leider ist die Lounge in Dresden nicht barrierefrei, sondern nur über eine Treppe zu erreichen. Ansonsten gibt es hier aber nichts zu meckern, auch das WLAN, was wie üblich über einen Telekom-Hotspot realisiert wird, ist sehr stabil und schnell.

Wenn ich in Dresden bin, geh ich gerne vorher nochmal in die Lounge, zumal man auch die großen Abfahrtstafeln von dort aus draußen auf den Bahnsteigen sieht.

Öffnungszeiten der DB Lounge Dresden Hbf:

Montag – Freitag: 07:00 Uhr – 21:00 Uhr
Sonnabend – Sonntag: 08:00 Uhr – 20:00 Uhr

Für die Nutzung der DB Lounge in Dresden ist der Bahncomfort-Status oder eine gültige 1. Klasse-Fahrkarte nötig.